Prof. Dr. Josef Lutz: Perspektiven eines umweltverträglichen Verkehrs der Zukunft – und warum Stuttgart 21 das Gegenteil ist

Mit rabiaten Methoden wollen Bahn, Stadtspitze und Landesregierung ihr Megaprojekt Stuttgart 21 gegen die Bevölkerungsmehrheit durchsetzen. Ausgehend von einer möglichen künftigen umweltfreundlichen Mobilität, in dem Elektrofahrzeuge und die Schiene eine zentrale Rolle spielen müssen, stellt Prof. Lutz Fragen nach den wirtschaftlichen und politischen Hintergründen dieses verfehlten Projekts.

“In Deutschland ist das Schienennetz von 1990 bis 2008 um 17,4% geschrumpft, während z.B. andere europäische Staaten ihre Netze ausgebaut haben. In Deutschland werden Milliarden in einem Großprojekt, wie dem Stuttgarter Hauptbahnhof, vergraben. Der verkehrstechnische Nutzwert ist meiner Meinung gering, wenn nicht gar negativ. Fakt ist, dass dieses Geld für den stattdessen dringend benötigten Ausbau des Schienennetzes – insbesondere auch für den Güterverkehr – fehlt. Nur 17% aller Güter in Deutschland werden mit der Bahn befördert, rund 70% dagegen mit dem Lkw. Güter über lange Strecken gehören auf die Schiene.”

Anmerkung zu den 17 %: Beim Transport von Personen sind das übrigens nur ca. 6 %. Prof. Bodack sagt dazu: Wenn man nur 10  % des Autoverkehrs auf die Schiene bekommt, dann leistet sie die doppelte Kapazität gegenüber heute.

Prof. Dr. Josef Lutz: Leistungselektronik und elektromagnetische Verträglichkeit an der TU Chemnitz. Er ist Mitautor der Studie „Elektrofahrzeuge“ des VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik) und Referent beim Innovationszentrum Bahntechnik Europa.

Dieser Beitrag wurde unter Bahn, Deutsche Bahn, Güterverkehr, Innovationszentrum Bahntechnik Europa, Prof. Dr. Josef Lutz, Schienennetz, Zukunft abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.