Initiative BARRIERE-FREI

Willkommen auf unserer Homepage

• Wir verstehen uns als eine Bürgerinitiative für alle Menschen, mit und ohne Mobilitätseinschränkungen, für die Barriere-Freiheit und ebenerdige Bauten wichtig ist. -> Über uns
• Behinderte und Nichtbehinderte für den ebenerdigen Kopfbahnhof (Stuttgarter Hauptbahnhof) –> Kopfbahnhof 21!
• Wir sind gegen das Projekt Stuttgart 21, weil diese wesentlich mehr Barrieren enthalten wird, als der jetztige Stuttgarter Kopfbahnhof.
• Wie kann ich die “Initiative Barriere-Frei” (kurz: IniBa) unterstützen? -> Mitmachen!

Diese Homepage wird ständig ergänzt.
Es lohnt sich hin und wieder reinzuschauen.
Vielen Dank.

Köpfchen zeigen:
Oben bleiben!
Eben bleiben!
Eben oben bleiben!
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Nicht behindert zu sein, ist kein Verdienst,
sondern ein Geschenk,
das jedem von uns jederzeit genommen werden kann.

(frei nach Richard von Weizsäcker)
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Barrierefreiheit ist für 10 % der Bevölkerung unentbehrlich,
für 40 % notwendig und für 100 % – also für alle von uns –  komfortabel und
ein Qualitätsmerkmal.

(vgl. Bundes-Wirtschaftsministerium, 2010)

Kontakt: behinderte(a)gegenS21.de zur Kontaktliste hinzufügenbarriere-frei(at)eben-bleiben.de
Domain: www.eben-bleiben.de
Sub-Domain: http://barrierefrei.gegen-stuttgart-21.de

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Behindertenbeauftragte und Behinderten(bei)räte müssen im Landesgleichstellungsgesetz verankert sein !

Unterschriften-Aktion bei Online-Petition:

Die Landesarbeitsgemeinschaft Selbstbestimmte Behindertenpolitik der LINKEN in Baden Württemberg und auch das ABS – Zentrum  selbstbestimmt Leben e.V. fordern anlässlich des europaweiten Protesttags 5. Mai zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen die Verankerung von Behindertenbeauftragten und Behinderten(bei)räten im Landesgleichstellungsgesetz mit folgendem Inhalt:

• Die Behindertenbeauftragten auf Landes-, Kreis-, und Kommunalebene sollen unter Beteiligung aller Behindertenverbände und – gruppen benannt werden. Auf kommunaler Ebene ab 20.000 Einwohnern.

Dazu wählen die Behindertenverbände und – gruppen die kommunalen Behindertenbeiräte, die die/den jeweiligen Behindertenbeauftragten wählen.

Die Behindertenbeauftragten

• sollen hauptamtlich tätig und unabhängig sein.

• sollen über eine angemessene Infrastruktur (Büro, MitarbeiterInnen, Arbeitsbudget) verfügen können.

• sollen im Kreis direkt beim Landrat und in der Kommune beim Hauptamt angesiedelt sein.

• sind innerhalb der Landes-, der Kreis- und der kommunalen Regierung bei allen grundsätzlichen Fragen, die die Belange von behinderten Menschen betreffen, rechtzeitig zu beteiligen. Die entsprechenden Behörden haben die Behindertenbeauftragten bei der Wahrnehmung der Aufgaben zu unterstützen. Sie haben insbesondere Auskünfte zu erteilen und Akteneinsicht zu gewähren.

• sind gemeinsam mit dem Behindertenbeirat verpflichtet zur Erstellung einer klaren Beschreibung über Aufgaben, Ziele, Umsetzung und Berichterstattung usw. .

• Die Behindertenbeiräte der Landkreise benennen VertreterInnen zu einem landesweiten Wahltreffen. Dort wählen sie unter sich den Landesbehinderten-beirat der wiederum die/den Landesbehindertenbeauftragte/n benennt.

Die Parteien und Fraktionen sollen hierfür gemeinsam mit den Kommunen eine solide Finanzgrundlage erarbeiten.

Hierzu gibt es eine Unterschriftenaktion im Internet (bis 27. Mai 2012):

http://openpetition.de/petition/online/behindertenbeauftragte-und-behinderten-bei-raete-im-landesgleichstellungsgesetz-baden-wuerttemberg

Weitere Informationen bekommen Sie bei
Gotthilf Lorch, eMail:  Gotthilf.Lorch[at]amici-tue[dot]de

Es können selbstverständlich auch Leute unterschreiben die keine Behinderung haben und nicht in Ba-Wü wohnen. Danke für Euere/Ihre Unterstützung.

Unterschriften auf Papier sammeln und hochladen:
Leeren Unterschriftsbogen herunterladen
Gesammelte Unterschriften hochladen

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Abrisszettel/Aushangzettel zum Ausdrucken als PDF oder HTML :
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Die Tragödie um die Stuttgarter Behindertenbeauftragte

Personaldebatte
Ist Ursula Marx berufen – oder doch nicht?
(Stuttgarter Zeitung, Mathias Bury, 05.04.2012)

Kommentar zur Behindertenbeauftragten
Nachsitzen
(Stuttgarter Zeitung, Mathias Bury, 05.04.2012)

Behindertenbeauftragte
Schuster will Marx erst im Herbst bestellen
(Stuttgarter Zeitung, Mathias Bury, 05.05.2012)

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Zeitung ‘einund20′ interviewte die ‘Initiative Barriere-Frei’

Wir 21er! Initiative Barriere-Frei
Innenansichten aus der organisierten Mutbürgerschaft.
Folge 2: Die Initiative Barriere-Frei

Die Journalistin Sabine Weissinger von der Monatszeitung ‘einund20‘ hat uns, 4 Mitglieder der Initiative Barriere-Frei, interviewt.

Liest den Online-Artikel hier.

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Bericht über die Aktion Sperrung des Nordeingangs am 2.Mai

Am Mittwoch, den 2.Mai.2012, von 10:30 bis 11:30 Uhr fand eine spontane Aktion statt wegen Sperrung des Nordeinganges, weil die Umleitung u.a. 5 mal länger ist, die zukünftige Baustelle (Bau der unterirdischen Technik Zentrale) umrundet und somit entlang der Baustellen führen wird, direkt neben Lärm, Dreck, ein- und ausfahrende Baustellenfahrzeuge und Dieselrußschwaden.

Dort angekommen, erfuhren wir, dass der Neuer Nordeingang in der Höhe des LBBW nicht fertig ist, obwohl es hätte fertig sein sollen. Tja, die Bahn schafft nicht einmal so was einfaches pünktlich fertig zu stellen.

Aber unsere Aktion fand dennoch statt. Wir waren ca. 50 Personen, darunter 4 Rollstuhlfahrer (davon 2 E-Rollis), viele Senioren, einige Radfahrer und viele Fussgänger mit und ohne Gepäck. Leider waren keine Kinderwagenschieber, Rollatorbenutzer und Gehbehinderte dabei (Werktag Vormittag ist auch kein guter Zeitpunkt für eine Aktion). Hannes Rockenbauch war bis ca. 11 Uhr auch da, danach musste er weg. Einige (Amateur-) Fotografen waren da und auch einer von Cams21. Ein Journalist von Stuttgarter Nachrichten und Stuttgarter Zeitung sind kurz nach 11 Uhr gekommen.

Da der Neue Nordeingang nicht fertig war, so wussten wir zuerst nicht was mir machen sollten. Werner Sauerborn (Aktionsbündnis für K21), Klaus Gebhard (Parkschützer-Gründer), Christoph (Vaihinger-Gruppe und Schreiber der Pressemitteilung dieser Aktion) und ich, haben überlegt wie wir vorgehen sollten.

Noch vor 11 Uhr kamen Polizisten die mit der Zentrale per Funk kontakt hielten. Danach sprach ein Polizist uns, die Gruppe, an und fragte wer der Versammlungsleiter ist. Mehrere von uns, auch ich, sagten, dass es keine Versammlungsleiter gibt, dies ist ein spontanes zusammentreffen. Christoph sprach mit diesem Polizisten kurz.

Kurz vor 11 Uhr wurde vor dem Nordeingang Gruppenfotos gemacht. Danach gingen wir die zukünftige Umleitung zum Neuen Nordeingang entlang. Der Weg ist überwiegend nicht eben, es gibt einige Stolperfallen – für Gehbehinderte besonders schlecht. Während des “Rundgangs” hat Klaus Gebhard gelegentlich eine kurze Rede gehalten.

In der nähe des zukünftigen neuen Nordeingangs angekommen, wurden erneut Gruppenfotos gemacht. Von hier aus konnten wir sehen, dass mehrere Arbeiter am neuen Nordeingang gearbeitet haben.

Danach war diese Aktion vorbei.

Hier vier Links und zwei Videos zu dieser Aktion:

Online-Artikel der Stuttgarter Nachrichten (mit 12 Fotos):
Stuttgart 21: Barrierefreier Zugang bringt Umweg mit sich
(Jürgen Lessat, vom 02.05.2012, 15:24 Uhr)

Presseerklärung: Der Weg zum Zug ist jetzt 5 mal so lang!
Presseerklärung der Initiative Barriere-Frei (02.05.2012)

Online-Artikel der Stuttgarter Zeitung (mit 6 Fotos):
Stuttgart 21: Der Nordeingang ist Geschichte
(Markus Heffner, vom 03.05.2012, 06:55 Uhr)

Video (ca. 40 min):
02.05.12 Stuttgart Aktion Barrierefrei am Bahnhof

VIDEO:
03.05.2012 Stuttgart Der Neue Weg zum Nordausgang
http://bambuser.com/v/2608115

Hier zwei weitere Links zu diesem Thema:

Presseerklärung: Der Weg zum Zug ist jetzt 5 mal so lang! (02.05.2012)

Neuer S21-Wahnsinn: Lange Umwege für Bahnreisende (22.04.2012)

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Presseerklärung: Der Weg zum Zug ist jetzt 5 mal so lang!

Behinderte und Senioren protestieren gegen die Sperrung des Nordausgangs

Stuttgart, 2. Mai 2012: Zahlreiche Behinderte und Senioren haben heute Vormittag um 11 Uhr gegen die Sperrung des Nordausgangs am Stuttgarter Hauptbahnhof protestiert. Auf Transparenten forderten sie die Bahn auf, endlich bessere Lösungen für Behinderte und Mobilitätseingeschränkte bereitzustellen.

Im Zuge der Baumaßnahmen für Stuttgart 21 wird ab 2.5.2012 der Nordeingang des Stuttgarter Hauptbahnhofs für mindestens 1 ½ Jahre, wahrscheinlich erheblich länger, gesperrt. Dies ist der einzige barrierefreie Zugang zum Bahnhof. Der von der Bahn AG eingerichtete Umweg mit einer Länge von ca. 350 m ist fünf mal so lang wie der ursprüngliche Zugangsweg und befindet sich größtenteils ungeschützt im Freien – die Benutzer sind Regen, Wind, Schnee und Eis ausgesetzt. Zudem befindet er sich in unmittelbarer Nähe zur schmutzigen und lauten Baustelle und ist durch die Richtungsänderungen und dichtes Gedränge zu Stoßzeiten sehr unübersichtlich.

Hauptleidtragende des neuen, langen Parcours sind Behinderte und Senioren sowie andere Mobilitätseingeschränkte. Auch Familien mit Kinderwagen sowie Sichtbehinderte mit Orientierungsschwierigkeiten und Personen mit schwerem Gepäck sind benachteiligt.

Attila Medgyesi von der „Initiative Barriere-Frei“ meint dazu: „Es ist eine Schande, dass die Schwächsten der Gesellschaft – Behinderte, Senioren und Familien mit Kindern – für den neuen ‚Luxusbahnhof’ auf Um- und Irrwege geschickt werden. Und das ist erst der Anfang vom Anfang: Der neue Tunnelbahnhof ist für den schwachen Teil der Gesellschaft eine Katastrophe – nicht barrierefrei und durch Fluchtwege bei Bränden eine Falle.“

Hinzu kommt das Gedränge zu Stoßzeiten und der starke Verkehr auf dem Abschnitt entlang dem Parkplatz, weil für PKW nur noch der eine, zusätzlich verengte Schlauch am Ex-Nordausgang zur Verfügung steht.

„Es wird Zeit“, so Attila Medgyesi, „dass die DB in einer älter werdenden Gesellschaft auf die Belange Benachteiligter Rücksicht nimmt, die ja in besonderem Maße auf die Bahn angewiesen sind.“

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Neuer S21-Wahnsinn: Lange Umwege für Bahnreisende

Neuer S21-Wahnsinn: Lange Umwege für BahnreisendeStuttgarter Hauptbahnhof
(noch ebenerdiger, barrierefreier Kopfbahnhof)

Einzige ebenerdige Wegverbindung vom Bahnhofs-Nordausgang zur Innenstadt:

-> bisher 65 m.

-> ab 02.05.2012 wegen Stuttgart 21  ein 5mal längerer Umweg (350 m)  um lärmende, staubige Baustellen herum mit ein- und ausfahrenden Baustellenfahrzeugen, “garniert” mit Dieselrußschwaden.

Stuttgart 21: Auf dem Rücken von (Geh-) Behinderten und Gepäck-Bbeladenen schon zu Bauzeiten des ruinösen Treppenbahnhofs.

Bild-Quelle: Klaus Gebhard

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Wir fordern Barrierefreiheit bei der Einführung der Fernbuslinien – Mobilität ist Menschenrecht

Unterschriften-Aktion (Petition):

Wir fordern Barrierefreiheit bei der Einführung der Fernbuslinien – Mobilität ist Menschenrecht

Von: Peter Reichert (Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V.) aus Krautheim

An:  Petitionsausschuß des Deutschen Bundestages in Deutschland

Der Fernbuslinienverkehr in Deutschland wird nicht barrierefrei werden, so will es die Bundesregierung in ihrem „Entwurf eines Gesetzes zur Änderung personenbeförderungsrechtlicher Vorschriften“. Menschen mit Körperbehinderung oder mobilitätseingeschränkte Menschen können in Deutschland künftig nicht mit den Fernbussen verreisen, da es keine verbindliche Regelung geben wird, mit welcher die Barrierefreiheit festgeschrieben wird. Für unseren Behindertenverband steht Deutschland am Scheideweg zwischen Barrierefreiheit im Fernbusverkehr oder der Diskriminierung und Ausgrenzung von behinderten Menschen für die nächsten 10 – 15 Jahre. Deshalb sollte der Verkehrsausschuss des Bundestages jetzt eine verbindliche Regelung auf den Weg bringen.

Weitere Informationen und Unterzeichnen hier:
http://openpetition.de/petition/online/wir-fordern-barrierefreiheit-bei-der-einfuehrung-der-fernbuslinien-mobilitaet-ist-menschenrecht

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Inklusion: „Es gibt immer noch viele Vorbehalte“

Inklusion:
„Es gibt immer noch viele Vorbehalte“
(Stuttgarter Zeitung, Mathias Bury, 07.02.2012)

Der 1. Vorsitzender Friedrich Müller von der ‘ABS – Zentrum selbstbestimmt Leben e.V.‘ im Interview mit dem Journalisten Bury über die Themen Inklusion, Barrieren bzw. Barrierefreiheit und Schwerbehinderte auf dem Arbeitsmarkt.

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Petition unterzeichnen: Stuttgarter Erklärung

Liebe FreundInnen für eine ECHTE Demokratie, des Freien Bürgerwillens und fairer Bürgerentscheide !!!

Die Zeichnungsfrist der ‘Stuttgarter Erklärung‘ endet am 17.06.2012.

Um was geht es? Die ‘Stuttgarter Erklärung’ (kurz: SE) begründet die Fortführung des Widerstands gegen das ‘Projekt Stuttgart21′ und fordert von der Landesregierung: “Handeln Sie entsprechend Ihrem Amtseid, der Sie verpflichtet, Schaden von uns abzuwenden! Missbrauchen Sie nicht länger das Abstimmungsergebnis (der Volksabstimmung vom 27.11.11)  als Blankoscheck für Ihre Untätigkeit”.

Links zur ausführlichen Erklärung und zu Informations-Material:
http://infooffensive.de/petition

Die ‘Stuttgarter Erklärung’ ist nicht nur für Stuttgarter gedacht!  Jeder, der vom ‘Projekt Stuttgart21′ betroffen ist (und das betrifft BUNDESWEIT alle, in deren Umfeld wirklich sinnvolle Projekte durch “S21″ verhindert bzw. durch die ins bodenlose steigenden Kosten “kannibalisiert” werden !) oder der sich nicht mit der aktuellen Form des Grün-Roten Durchregierens mit anderen, scheinheiligen Mitteln abfinden möchte, sollte diese Erklärung unterzeichnen.

Sie ist hier zu finden und online zu unterschreiben:  www.stuttgarter-erklaerung.de

Dass die Fortführung des Widerstands nötig und gerechtfertigt ist, sieht man aktuell in diesem Interview mit der Initiatorin dieser Erklärung, die hier die einfachen Tatsachen und Fakten benennt:

Gesamtdokument “Ausführliche Fassung” (Langfassung) als PDF-Dowbload unter: http://infooffensive.de/wp-content/uploads/SE-Langfassung_A4_Web.pdf

Themen der Stuttgarter Erklärung:
-> Schlichtung, Stresstest, Volksabstimmung, eine Farce nach der anderen!
-> Voraussetzungen zur “Volksabstimmung” nicht erfüllt.
-> Unfairer Wahlkampf ohne Waffengleichheit.
-> Forderungen an die Landesregierung

Stéphane Hessel zu Stuttgart 21:
“Sie müssen weiter auf die Straße gehen!” (PDF-Datei herunterladen/öffnen)

Petition bekannt machen:

Petition auf anderen Seiten verlinken:
http://openpetition.de/petition/online/stuttgarter-erklaerung-zur-fortfuehrung-des-widerstandes-gegen-stuttgart-21
Zum Kopieren anklicken:


Verlinkende Seiten mit den meisten Backlinks werden bei “Unterstützer im Netz” gelistet.

Petition über Google +1 bekannt machen:

Petition seinen Facebook Freunden mitteilen:

Petition über Twitter bekannt machen:
Kurz-URL:

Petition auf der eigenen Webseite einbinden:

Code-Snippet:

(Layout Anpassung über CSS-Klassen: op_widget op_title op_stats op_footer möglich)

Unterschriften auf Papier sammeln und hochladen:

Leeren Unterschriftsbogen herunterladen
Gesammelte Unterschriften hochladen

Abrisszettel/Aushangzettel zum Ausdrucken als PDFoderHTML:

Weitere Möglichkeiten um die Petition für die “Stuttgarter Erklärung” zu verbreiten HIER.

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Handicap berichtete über die Initiative Barriere-Frei

Handicap interviewte die Initiative Barriere-FreiDie Journalistin Annette Lübbers interviewte drei Aktive von der Initiative Barriere-Frei für das Magazin Handicap. Dieser 8-seitiger Artikel ist in der Handicap Herbst-Ausgabe 3/2011 (ab Seite 156) erschienen.
Zum öffnen/herunterladen der PDF-Datei auf das linke Bild klicken [4.332 KB].

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Handicap Ausgabe: Herbst 2011 (3/2011, 18. Jahrgang). HANDICAP – Das Magazin für Lebensqualität
Ausgabe: Herbst 2011 (3/2011, 18. Jahrgang).
Diese wie auch ältere und jüngere Ausgaben können Sie beim Handicap.de (nach-) bestellen bzw. abonieren: auf das rechte Bild klicken.

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Wenn die DB nicht will: Stuttgarter Netz AG würde NBS Wendlingen – Ulm bauen

Pressemitteilung:
Wenn DB AG kein Interesse hat, Wendlingen – Ulm zu bauen, steht Stuttgarter Netz AG bereit

Der Vorstandsvorsitzende der Deutsche Bahn AG, Dr. Rüdiger Grube, hat sich in der Stuttgarter Zeitung vom 1.11.2011 derart geäußert, dass „es eine Neubautrasse Ulm-Wendlingen ohne Stuttgart 21 definitiv nicht geben wird.“
Dr. Grube hat weiterhin behauptet: „Es gäbe auch keinen Bauherrn, der die Strecke ohne Stuttgart 21 realisieren würde. Es ist eine Mär, der Bevölkerung etwas anderes zu erzählen.“

Die Stuttgarter Netz AG erklärt hiermit ihr ausdrückliches Interesse daran, die Neubaustrecke Wendlingen – Ulm zu bauen, sofern die Deutsche Bahn AG daran kein Interesse mehr hat. Finanziert wird die Neubaustrecke Wendlingen – Ulm ausschließlich aus Bundes- und Landesmitteln, so dass ein Finanzierungsrisiko für die Stuttgarter Netz AG insoweit nicht besteht.

Torsten Sewerin, Vorstand der Stuttgarter Netz AG: „Die DB AG erhält für jede Neubaumaßnahme 16 bis 23 % Planungskostenpauschale. Das wären bei 2,7 Milliarden € geplanter Baukosten 430 bis 620 Millionen € an Planungskosten. Für 300 Millionen € Planungskosten würden wir das Vorhaben umsetzen – da würden die Projektträger also 130 bis 320 Millionen € sparen. Wie viele Schulen könnten mit diesem Geld saniert werden?“
Simon Scherer, Vorstand der Stuttgarter Netz AG: „Da sieht man wieder einmal, dass Private es für den Steuerzahler günstiger darstellen können. Das staatliche Monopolunternehmen ist hier ausschließlich auf Gewinnmaximierung um jeden Preis aus.“

Gründer der Stuttgarter Netz AG sind die NBE Group GmbH & Co. KG mit Sitz in Aschaffenburg, die SIS GmbH mit Sitz in Ellwangen/Jagst sowie die Privatpersonen Rainer Bohnet, Christian Dehns, Alexander Kirfel, Dirk Munder und Daniel Preis, die sämtlich in leitenden Positionen in der Eisenbahnbranche tätig sind.
Ziel der Stuttgarter Netz AG ist es, für den Eisenbahnbetrieb wertvolle Infrastruktur weiter zu betreiben, die die DB AG zurückbauen möchte. Ausgangspunkt ist der Kopfbahnhof Stuttgart Hauptbahnhof. Die DB AG möchte hier im Zusammenwirken mit der Stadt Stuttgart einen betrieblichen Engpass bauen, der als künftiges Nadelöhr Auswirkungen auf das gesamte deutsche Eisenbahnnetz hätte. Um hier das Schlimmste zu verhindern, will die Stuttgarter Netz AG einige Bahnsteiggleise in Stuttgart Hbf sowie möglicherweise auch Teile des Abstellbahnhofs Rosenstein oberirdisch weiterbetreiben.

Die DB AG vertritt momentan die Auffassung, sie müsse zwar für die Infrastruktur im Bereich Stuttgart Hbf ein sogenanntes Freistellungsverfahren gemäß § 23 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG) durchführen, aber kein Stilllegungsverfahren nach § 11 AEG. Im Zuge des Stilllegungsverfahrens nach § 11 AEG muss das Infrastrukturunternehmen Streckeninfrastruktur, die es nicht weiter betreiben möchte, zur Abgabe an Dritte ausschreiben, die den Betrieb weiterführen.
Zur Klärung dieser Rechtsfrage wird die Stuttgarter Netz AG bis spätestens Jahresbeginn 2012 Feststellungsklage bei dem Verwaltungsgericht Köln einlegen. Die Klage richtet sich gegen das Eisenbahn-Bundesamt als zuständige Aufsichtsbehörde. Derzeit befindet sich die Klageschrift in Arbeit. Nach erfolgter Feinabstimmung wird die Stuttgarter Netz AG in Stuttgart zu einer Pressekonferenz einladen und Details zum weiteren Vorgehen veröffentlichen.

Quelle:
www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?113,5624229

Siehe auch dieses Artikel:
Stuttgarter Netz AG steht bereit, bei Desinteresse der Deutschen Bahn die Neubaustrecke Wendlingen – Ulm zu bauen” (03.11.2011)
Eisenbahnjournal – Zughalt.de
Nachrichten aus der Welt von Bus&Bahn in Deutschland

Stuttgarter Netz AG
www.stuttgarter-netz.de
Stuttgarter Netz AG ist ein Eisenbahninfrastrukturunternehmen und ein Zusamenschluss von Privatbahnen deren Ziel ist Schienenwege vor Stilllegungen zu bewahren, sowie diese zu übernehmen und leistungsfähig zu machen. Im Klartext: Sie wollen u.a. verhindern, dass das Gleisvorfeld wegen dem Projekt Stuttgart 21 stillgelegt und abgebaut wird.

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JA zum Ausstieg – Das Video

Ein sehr ansprechender Clip, anregend zum Nachdenken, über Demokratie und Bürgerbeteiligung. Eine sehr gute Arbeit!
Die Risiken und Nebenwirkungen von Stuttgart 21 bezahlt ausschließlich der Steuerzahler.

27.11.2011 Volksabstimmung in Baden-Württemberg.
JA zum Ausstieg – Kein Stuttgart 21.

Weitere Infos auch hier:
www.ja-zum-ausstieg.de
www.infooffensive.de
www.siegfried-busch.de
www.fluegel.tv
www.kopfbahnhof-21.de

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VCD: Stuttgart 21 verstößt gegen EU-Richtlinien

Mit seinem um mehr als 500% vom zulässigen Regelwert abweichenden Gefälle steht Stuttgart 21 auch im Widerspruch zu den Europäischen Richtlinien für den grenzüberschreitenden Hochgeschwindigkeitsverkehr (HGV), stellt der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. fest. “Der neue Stuttgarter Tiefbahnhof im Herzen Europas auf der Magistrale für Europa verstößt klar gegen die europäischen Interoperabilitätsvorschriften (TSI)  […] laut EU-Vorschrift neu zu bauende transeuropäische HGV-Strecken eine maximale Bahnsteigneigung von 2,5 Promille nicht überschreiten.

[…]

Mit Stuttgart 21 soll erstmals in Deutschland ein Bahnhof mit Gleisen und Bahnsteigen im Gefälle gebaut werden – […] – beim Stuttgarter Tiefbahnhof sind über 15 Promille Gefälle geplant.

[…]

“Mit dieser Schräglage des Bahnhofs wird leichtfertig ein sicherer Eisenbahnbetrieb auf Spiel gesetzt”, kritisiert VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb […]
… außerdem könnten sich Züge nach dem Halt wieder selbsttätig in Bewegung setzen, sofern die Bremsen nicht angezogen seien – im Fall der Doppelbelegung wären auch Auffahrunfälle aufgrund fehlerhafter Bremsung durch den Lokführer möglich.

[…]

Angesichts dieser Verstöße gegen EU-Recht könne die Bahn keinerlei Schadensatz bei einem Abbruch von Stuttgart 21 geltend machen, stellt Matthias Lieb klar. […]

Den ganzen Artikel hier lesen:
VCD: Stuttgart 21 verstößt gegen EU-Richtlinien (28.10.2011)
Eisenbahnjournal – Zughalt.de
Nachrichten aus der Welt von Bus&Bahn in Deutschland

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Nachteile durch Stuttgart 21 (Strecken/Linien)

Nachteile durch S21  (Strecken/Linien)

S21 ist vollständig ein Segen für Baden-Württemberg? Gelogen!!  –   Hier findet Ihr ein paar interessante Fakten.

Kleiner Tipp: falls Eure Region betroffen ist, konfrontiert mal Eure lokalen Politiker (Bürgermeister, Stadträte) damit. Es ist erschreckend, wie wenig die oft wissen…

Für alle Strecken/Linien durch Stuttgart gilt allgemein: In welchem Ausmaß in der Verkehrsspitze zusätzliche Züge wie heute das Angebot nach Stuttgart verdichten können, hängt davon ab, zu welchen Zusatzinvestitionen DB und Land bereit sind. Die Schlichtung hat gezeigt, dass der geplante 8-gleisige Tunnelbahnhof nicht in der Lage sein wird, zwischen 7 und 8 Uhr das heutige Angebot mit vielen Zusatzzügen zu verkraften.

Stuttgart 21 wird die Pünktlichkeit verschlechtern, denn in dem zu kleinen Bahnhof müssen alle Gleise in dichten Abständen belegt werden, so dass ein Zug seine Verspätung auf mehrere andere Züge überträgt. Anschlüsse für Umsteiger werden schlechter, denn die durchschnittliche Wartezeit beim Umsteigen wird länger sein als heute, weil der Fahrplan sich nicht an Anschlüssen orientiert sondern an der Frage, wann in dem Minibahnhof Platz für einen Zug ist.

INHALT:
1. Bahnhof Stuttgart-Bad Cannstatt
2. Neckar-Alb-Bahn Wendlingen – Nürtingen – Metzingen – Reutlingen – Tübingen
3. Zollernbahn Tübingen – Hechingen – Sigmaringen – Aulendorf
4. Filstalbahn Stuttgart – Göppingen – Geislingen – Ulm
5. Remsbahn Stuttgart – Schwäbisch Gmünd – Aalen
6. Murrbahn Stuttgart – Schwäbisch Hall-Hessental
7. Frankenbahn Stuttgart – Heilbronn – Würzburg
8. Gäubahn Stuttgart – Eutingen – Singen/Freudenstadt
9. Relation Gäubahn – Frankenbahn (Singen – Stuttgart – Heilbronn (- Würzburg))
10. Region Freudenstadt
11. Residenzbahn Stuttgart – Pforzheim – Karlsruhe
12. Region Neckar-Odenwald-Kreis (NOK); Wahlkreis von Hauk
13. Region “Mittlerer Oberrhein” (Baden-Baden – Karlsruhe – Pforzheim)
14. Region Schwarzwald-Baar, Rottweil, Tuttlingen
15. Region Singen
16. Region Ulm
17. Südbahn Ulm – Biberach – Ravensburg – Friedrichshafen
18. Schnellfahrstrecke Stuttgart – Ulm

 

1. Bahnhof Stuttgart-Bad Cannstatt:

Der Bahnhof Bad Cannstatt ist DER große Verlierer des Projektes Stuttgart 21. Der Grund ist ganz einfach: Fast alle auf dem Weg vom Stuttgarter Hbf über Plochingen nach Ulm oder Tübingen fahrenden Regionalzüge werden über die neue unterirdische Trasse an Bad Cannstatt vorbei direkt nach Esslingen geleitet. Die Folge: Statt heute 193 RE- und RB-Züge werden den Bahnhof Bad Cannstatt nur noch rund 140 Züge pro Tag bedienen.

Im Einzelnen soll sich folgendes ändern:

  • Die S-Bahnen von Bad Cannstatt enden zukünftig alle in Schwabstraße, denn weiter in Richtung Vaihingen werden die Linien S4, S5 und S6 fahren. Diese Veränderung ist eine Ursache der Fahrzeitverlängerung um zwei Minuten durch den neuen Bahnhof Mittnachtstr. Fahrzeitverlängerung nach Vaihingen, zum Flughafen und nach Herrenberg 5 Minuten.
  • Die Remsbahn fährt ganztägig alle 30 Minuten
  • Die Murrbahn wird von der RB weiterhin nur stündlich bedient. Zusätzlich fährt alle 2 Stunden ein RE von/nach Nürnberg, der zwischen Backnang und Schwäbisch Hall nur zweimal hält. Diese Züge halten in Bad Cannstatt nur in Richtung Stuttgart. Wer in Richtung Crailsheim einsteigen will muss dies schon bei der Fahrt in Richtung Stuttgart tun und darf dann in Stuttgart Hbf rund 10 Minuten warten.
  • Die stündlichen Regionalbahnen von Schwäbisch Hall fahren weiter über Flughafen und Böblingen nach Freudenstadt, Rottweil oder Singen.  Dies ist der einzige Vorteil von S21 für Bad Cannstatt.
  • Auf der Filstalstrecke sollen zukünftig stündlich je ein RB- und RE-Zug Richtung Göppingen – Ulm fahren. Ohne Umweg über den neuen Hauptbahnhof hält aber nur der RB-Zug in Bad Cannstatt und das auch nur am Morgen in Richtung Stuttgart und am Nachmittag aus Richtung Stuttgart. Ansonsten gilt, wie auch beim RE-Zug: Man kann zwar ohne Umsteigen nach Göppingen fahren, muss aber den Umweg über den Hauptbahnhof und 10-13 Minuten Aufenthalt dort mitmachen. Fahrzeitverlust: 10-15 Minuten!
  • In Richtung Tübingen gibt es nur noch stündliche Züge über Flughafen, Nürtingen und Reutlingen. Wegen 12 Minuten Aufenthalt im Hauptbahnhof verlängert sich die Fahrzeit nach Nürtingen um 4 Minuten. Nach Wendlingen kommt man nur noch mit der S-Bahn (Fahrzeitverlust  7 Minuten) und nach Metzingen ohne Umsteigen überhaupt nicht mehr.

2. Neckar-Alb-Bahn Wendlingen – Nürtingen – Metzingen – Reutlingen – Tübingen:

S21 sieht vier Linien im Stundentakt vor:

  1. [KA/HD – Bietigheim -] Stuttgart – Flughafen – Nürtingen – Reutlingen – Tübingen,
  2. [Aalen -] Bad Cannstatt – Stuttgart – Flughafen – Nürtingen – Reutlingen – Tübingen,
  3. [Osterburken – Heilbronn -] Stuttgart – Esslingen – Plochingen – Wendlingen – Nürtingen – Metzingen – Reutlingen – Tübingen,
  4. [Mannheim – Heilbronn -] Stuttgart – Esslingen – Plochingen – Wendlingen – alle Bahnhöfe – Tübingen.

Außerhalb der eckigen Klammern sind jeweils alle Halte angegeben. Die Linien 1) und 2) bieten einen 30-Minuten-Takt Stuttgart – Tübingen, die Linien 3) und 4) einen 30-Minuten-Takt Heilbronn – Wendlingen.

  • Nur Nürtingen, aber nicht Metzingen, profitiert von S21, denn es wird an die Schnellverbindung über Flughafen zum Stuttgarter Hbf angebunden und bekommt vier Verbindungen pro Stunde nach Stuttgart, Reutlingen und Tübingen. Wendlingen und Metzingen bekommen ganztägig einen Halbstundentakt nach Stuttgart, aber ohne Halt in Bad Cannstatt. Richtung Tübingen bleibt das Angebot im Tagesverkehr gleich (eine RB und RE stündlich) Im Berufsverkehr entfällt aber der zweite RE ersatzlos!
  • Die Fahrzeit zum Flughafen verkürzt sich vor allem ab Nürtingen auf nur noch 10 Minuten. Von Metzingen und Wendlingen muss man aber in Nürtingen umsteigen und wartet dort bis zu 19 Minuten.
  • Die Schnellverbindung nach Stuttgart fährt alle 30 Minuten, Fahrzeit 44 Minuten ab TÜ und 34 Minuten ab RT. Über Plochingen fährt nur noch ein RE je Stunde. Die 2. Verbindung ersetzt die heutige RB (mit Halt an allen Bahnhöfen bis Wendlingen!), die dann von Plochingen weiter nach Stuttgart fährt. Das bestehende Angebot bis Plochingen wird also im Berufsverkehr um einen RE/Stunde gekürzt!
  • Zum Flughafen fährt alle 30 Minuten ein Zug, Fahrzeit ab RT 25 und ab Tübingen 35 Minuten. Die Anschlüsse am Flughafen von/nach Ulm sind schlecht (20-23 Minuten Aufenthalt). Mindestfahrzeit nach Ulm von TÜ 1h22, von RT 1h12. Es gibt von Stuttgart und Reutlingen Richtung Rottenburg|Sigmaringen _keine_ durchgehenden Züge mehr! Es muss _immer_ in Tübingen umgestiegen werden!

3. Zollernbahn Tübingen – Hechingen – Sigmaringen – Aulendorf:

  • wegen Verbot von Dieselfahrzeugen im Regelverkehr im Tunnelbahnhof Stuttgart Hbf Verlust der schnellen zweistündigen IRE-Neigetechnikverbindung nach Stuttgart; genereller Umsteigezwang in Tübingen
  • kein Fahrzeitvorteil Tübingen – Reutlingen – Stuttgart mit S21; unter Berücksichtigung der Neigetechnikfahrzeiten sogar geringfügige Fahrzeitverlängerung über Wendlinger Kurve und Flughafen.

4. Filstalbahn Stuttgart – Göppingen – Geislingen – Ulm:

  • Die meisten Züge aus dem Filstal nach Stuttgart befahren die neue Strecke an Bad Cannstatt vorbei zum Stuttgarter Hbf und sind dabei 3-4 Minuten schneller als heute. Dies verschlechtert das Angebot nach Bad Cannstatt drastisch. Es kommt zu Fahrzeitverlängerungen bis zu 16 Minuten!
  • Die IRE-Linie Lindau – Ulm – Stuttgart fährt ganztägig im Stundentakt. Von Stuttgart fährt sie weiter über Vaihingen an der Enz, Mühlacker und Pforzheim nach Karlsruhe.
  • Jeweils stündlich sind RE-Züge Ulm – Stuttgart – Aalen mit Halten im Filstal in Geislingen, Süßen, Eislingen, Göppingen und Reichenbach sowie RB-Züge Ulm – Stuttgart mit Halt an allen Stationen bis Plochingen eingeplant. Für Faurndau, Uhingen und Reichenbach bedeutet dies eine Verschlechterung, denn dort sollen nur noch stündlich Züge halten.
  • Der Fernverkehr im Filstal soll völlig wegfallen! Es sind zwar stündlich drei Züge von Stuttgart nach Ulm über die Neubaustrecke geplant, aber keine Linie mehr über Göppingen. Im Klartext: Plochingen, Göppingen und Geislingen werden ihre Fernverkehrsanbindung an Karlsruhe, Mannheim und München verlieren!
  • Stuttgart 21 ist keine Voraussetzung für einen S-Bahn-Betrieb im Filstal. Aber: Eine S-Bahn würde auf jeden Fall eine erheblich längere Reisezeit nach Stuttgart bedeuten, da zwischen Plochingen und Stuttgart auch an allen Stationen gehalten wird. Besser wäre ein Halbstundentakt der heutigen RB-Züge im Filstal mit Anschluß an die S1 in Plochingen. Dies ist jedoch mit Stuttgart 21 wegen des zu kleinen Bahnhofes in Stuttgart nicht mehr möglich.

5. Remsbahn Stuttgart – Schwäbisch Gmünd – Aalen:

  • Die RE-Linie Aalen – Schwäbisch-Gmünd – Stuttgart fährt ganztägig im 30-Minuten-Takt. Von Stuttgart wird stündlich über Flughafen, Nürtingen, Reutlingen nach Tübingen und stündlich über Plochingen, Göppingen nach Ulm weitergefahren.
  • Die Fahrzeit Aalen – Stuttgart verkürzt sich gegenüber heute um 3 Minuten auf 60 Minuten. Diese Verkürzung ermöglichen moderne spurtstärkere Züge zwischen Aalen und Schorndorf. Zwischen Schorndorf und dem neuen Stuttgarter Tiefbahnhof bleibt die Fahrzeit unverändert bei 24 Minuten. Zum Flughafen dauert die Fahrt von Aalen 72 Minuten und nach Tübingen 109 Minuten.
  • Von und zur Wieslauftalbahn (Schorndorf – Rudersdorf) verschlechtern sich die Anschlüsse teilweise drastisch. Diese erhält morgens und nachmittags jeweils andere Abfahrtzeiten, damit wenigstens in Lastrichtung einigermaßen akzeptable Anschlüsse von bzw. zu den RE-Zügen entstehen. Wer das Pech hat, entgegen dem Hauptstrom zu pendeln, muss in Schorndorf im Halbstundentakt jeweils 25 Minuten warten. Und von und zur S-Bahn beträgt der Aufenthalt immer mindestens 16 Minuten.
  • Beim Fernverkehr wird die IC-Linie Nürnberg – Karlsruhe ersetzt durch eine ICE-Linie Nürnberg – Stuttgart – Singen – Zürich, die wie die heutige IC-Linie alle 2 Stunden fährt. Es existiert also keine Direktverbindung Richtung Karlsruhe mehr.

6. Murrbahn Stuttgart – Schwäbisch Hall-Hessental:

  • Die RE-Linie Nürnberg – Schwäbisch-Hall-Hessental – Stuttgart fährt wie bisher im 2-Stunden-Takt. Zwischen Hessental und Backnang hält sie nur noch in Gaildorf West und in Murrhardt. Die Fahrzeit Schwäbisch Hall-Hessental – Stuttgart verkürzt sich auf 57 Minuten.
  • Zusätzlich fährt eine stündliche RB-Linie Schwäbisch Hall-Hessental – Stuttgart – Stuttgart Flughafen – Herrenberg. Von Herrenberg wird alternierend alle zwei Stunden entweder als RB nach Freudenstadt und Rottweil (Zugteilung in Eutingen) oder als RE nach Singen gefahren. Die Fahrt ab Hessental dauert nach Stuttgart Hbf 59 Minuten und zum Flughafen 72 Minuten.
  • Die Murrbahn profitiert also nicht von der in der S21-Werbung lange Zeit versprochenen Verdichtung des Angebotes auf allen Strecken auf einen Halbstundentakt. Bei den meisten Halten bleibt es wie bisher beim Stundentakt.
  • Die spürbaren Kürzungen der Fahrzeit zwischen Hessental und Stuttgart um eine runde Viertelstunde werden durch spurtstärkere neue Triebzüge und damit verbunden einem besseren Fahrplan auf der eingleisigen Strecke Schwäbisch Hall-Hessental – Backnang ermöglicht. Das führt bis Backnang zu einer Beschleunigung um 14 Minuten. Von Backnang nach Stuttgart Hbf verkürzt sich die Fahrzeit durch S21 gerade einmal um 2 Minuten.

7. Frankenbahn Stuttgart – Heilbronn – Würzburg

  • Die RE-Linie Würzburg – Heilbronn – Stuttgart soll stündlich fahren und von Stuttgart Hbf weiter über Stuttgart Flughafen und die Neubaustrecke nach Ulm fahren. Die in der S21-Propaganda beworbene Verlängerung nach Friedrichshafen ist nur als sogenannte “Option” vorgesehen. Fahrzeit und zeitliche Lage zwischen Würzburg und Heilbronn bleiben unverändert, ebenso die heutigen Probleme: Schlechte Anschlüsse in Lauda in den Verbindungen Heilbronn <-> Bad Mergentheim und Würzburg <-> Tauberbischofsheim, extrem knappe und damit häufig gefährdete Anschlüsse in Osterburken zur S-Bahn-Linie 1 und fehlende Anschlüsse zu anderen Zügen in Heilbronn.
  • Eine neue stündlich fahrende RB-Linie Osterburken – Heilbronn – Stuttgart – Plochingen – Tübingen bietet endlich ein vertaktetes RB-Angebot zwischen Osterburken und Heilbronn. Die Durchbindung nach Tübingen ist wegen der vielen Unterwegshalte wenig attraktiv (Fahrzeit Osterburken – Tübingen 2,5 Stunden).
  • Die RB-Züge Heilbronn – Stuttgart fahren wie bisher halbstündlich. Sie sollen auch halbstündlich in Nordheim halten. Es gibt zwei stündlich fahrende Linien: Eine Linie kommt von Osterburken (mit Halt auf allen Zwischenstationen) nach Heilbronn, die zweite Linie kommt als RE von Mannheim (alternierend je alle 2 Stunden über Eberbach oder Sinsheim). Beide Linien fahren von Stuttgart weiter nach Tübingen über Plochingen. Es besteht also alle 30 Minuten eine durchgehende Verbindung Heilbronn – Tübingen, wegen der vielen Unterwegshalte aber mit einer relativ langen Fahrzeit von 96-106 Minuten.
  • Zwischen Heilbronn und Stuttgart Hbf verkürzt sich die Fahrzeit beim RE um 3 Minuten und bei der RB um 5 Minuten. Vor allem die Verkürzung bei der RB findet hauptsächlich im Streckenabschnitt Heilbronn – Bietigheim statt und ist dem Einsatz spurtstärkerer moderner Züge zu verdanken und hat somit wenig mit Stuttgart 21 zu tun.

8. Gäubahn Stuttgart – Eutingen – Singen/Freudenstadt:

  • Die RE-Linie Freudenstadt – Eutingen – Herrenberg – Böblingen – Stuttgart fährt alle zwei Stunden und wird in Eutingen mit einem Zugteil von Rottweil vereinigt. In der anderen Stunde fährt die S41 nicht mehr bis Eutingen, sondern weiter bis Herrenberg, wo auf den RE von Singen bzw. auf die S-Bahn umgestiegen werden kann. Die RE-Linie Singen – Horb – Herrenberg – Böblingen – Stuttgart hält zwischen Horb und Herrenberg nicht mehr. Das bedeutet für die Bahnhöfe Eutingen, Ergenzingen, Bondorf und Gäufelden, dass nur noch alle zwei Stunden eine umsteigefreie Verbindung nach Stuttgart besteht. In der anderen Stunde muss in Herrenberg umgestiegen werden. Beide RE-Linien fahren neu über Stuttgart Flughafen.
  • Die Gäubahn profitiert also nicht von der in der S21-Werbung lange Zeit versprochenen Verdichtung des Angebotes auf allen Strecken auf einen Halbstundentakt. Es wird nur stündlich gefahren.
  • Die Fahrzeit von Freudenstadt nach Herrenberg, Böblingen und Stuttgart verlängert sich um 3 Minuten, von Eutingen, Ergenzingen, Bondorf und Gäufelden kommt es bei den Umsteigeverbindungen zu einer Fahrzeitverlängerung von 5 Minuten. Beide RE-Linien fahren von Stuttgart im Stundentakt weiter nach Schwäbisch Hall-Hessental.

9. Relation Gäubahn – Frankenbahn (Singen – Stuttgart – Heilbronn (- Würzburg)):

Allgemein scheint die Relation Gäubahn – Frankenbahn bei den S21-Planern als völlig überflüssig angesehen zu werden. Hier hat man schöne plastische Beispiele für das sogenannte Rücklicht-Prinzip:

Der Gäubahn-RE kommt zur Minute ’14 an, der IRE über Heilbronn nach Würzburg ist aber bereits zur Minute ’12 abgefahren. Der nächste langsamere RE mit allen Halten Richtung Heilbronn fährt auch bereits zur Minute ’16 – zwei Minuten Übergangszeit ist in Stuttgart heute und wohl auch in Zukunft kein offizieller Anschluß.

Nicht besser sieht es mit dem Einbeziehen des Fernverkehrs aus, der ICE aus der Schweiz kommt zur Minute ’45 an, bereits zur Minute ’46 fährt der dritte (und zweite langsame) Zug pro Stunde Richtung Heilbronn ab.

10. Region Freudenstadt:

Gemäß Streßtestfahrplan kommen die Züge aus Stuttgart bzw. Eutingen zur Minute ’14 bzw. ’18 an, die OSB Richtung Offenburg fahren jedoch zur Minute ’15 ab.

Umgekehrt kommen die OSB aus Richtung Offenburg zur Minute ’46 an, die Züge nach Eutingen bzw. Stuttgart fahren jedoch ’45 bzw. ’48 ab. Das macht einen knappen Nichtanschluß mit fast einer Stunde Wartezeit. Zur Zeit bestehen da schnelle 2-3 Minutenanschlüsse.

Wegen der Notwendigkeit des Nutzens der Begegnungsbahnhöfe Alpirsbach auf der Kinzigtalbahn bzw. Bittelbronn auf der Strecke Freudenstadt – Eutingen aufgrund der eingleisigen Infrastruktur und Einrichtung vier zusätzlicher Haltepunkte auf diesem Abschnitt läßt sich kaum was an den Fahrzeiten drehen. Eine Möglichkeit wäre die Nutzung des Bahnhofs Schopfloch weiter westlich, dies erfordert aber eine Fahrplanumgestaltung auf der Gäubahn und die ist aufgrund des Mischverkehrs Herrenberg – Abzw. Rohr und Abzw. Rohr – Flughafen mit den S-Bahnen (S1 und S2/S3) trassenmäßig schon weitgehend festgelegt.

11. Residenzbahn Stuttgart – Pforzheim – Karlsruhe:

  • Die IRE-Linie Karlsruhe – Pforzheim – Mühlacker – Vaihingen – Stuttgart fährt stündlich statt wie heute alle zwei Stunden. Von Stuttgart fährt sie weiter über Göppingen und Ulm nach Lindau. Die RB-Linie Karlsruhe – Pforzheim – Mühlacker – Vaihingen – Bietigheim – Stuttgart fährt wie heute ab Karlsruhe alle zwei Stunden und ab Mühlacker stündlich. Von Stuttgart fährt sie weiter über den Flughafen nach Tübingen.
  • Der Fernverkehr der Linie Karlsruhe – Pforzheim – Nürnberg wird eingestellt. Die Fernzüge nach Nürnberg kommen zukünftig als ICE von Zürich statt Karlsruhe. Da die ausfallenden Fernzüge im 2-Stunden-Takt durch eine Verdoppelung des IRE-Angebotes auf einen Stundentakt ersetzt werden, bringt dies den meisten Fahrgästen Vorteile, weil der IRE ja billiger ist. Wer allerdings zu den wenigen Fahrgästen gehört, welche die umsteigefreie Verbindung nach Nürnberg nutzen, wird sich über die mangelhafte Abstimmung zwischen IRE und Fernzug nach Nürnberg in Stuttgart ärgern, denn der Aufenthalt beträgt beim Umsteigen über 50 Minuten!
  • Das Gesamtangebot für Pforzheim, Mühlacker und Vaihingen bleibt gegenüber heute gleich. Auch die Fahrzeiten variieren höchstens um 2 Minuten. Nur wer zum Stuttgarter Flughafen möchte, kann dies ohne Umsteigen erledigen. Allerdings nur mit den langsamen Zügen über Bietigheim und ab Pforzheim nur alle zwei Stunden, ab Mühlacker und Vaihingen immerhin stündlich. Allerdings ist die Fahrzeit mit 64 Minuten ab Pforzheim nicht sehr attraktiv.

12. Region Neckar-Odenwald-Kreis (NOK); Wahlkreis von Hauk:

Verkehrlich:

  1. Schwachpunkt ist die eingleisige unelektrifizierte Westfrankenbahn-Strecke Seckach – Miltenberg. Letzter Zug fährt ab Seckach 20 Uhr. Danach noch zwei Linientaxis 21:20 und 23:25 Uhr zur S-Bahn. Außer 12-14 Uhr fahren die Züge zweistündlich. Diese sind nicht an den Takt der S-Bahn angepasst, so dass man aus Würzburg kommend immer 40 Minuten mindestens warten muss wegen 10 Minuten restlicher Fahrtzeit. Die meisten Fernreisenden aus WÜ oder S fahren lieber mit dem Taxi für 25 Euro, als die Wartezeit auf dem geschlossenen Bahnhof (nur eine Unterstellung auf den beiden Bahnhöfen und eine 2×10 m lange Treppe über eine Autobrücke, um zum anderen Gleis zu gelangen und zwei defekte Aufzüge) in Kauf zu nehmen. Nachts (warten auf Ruftaxi) tummelt sich da die Drogenjugend. Dorf ist ab 16 Uhr tot.
  2. Die letzte Direktverbindung mit Zug von Stuttgart nach Buchen/Miltenberg startet in Stuttgart 17:54 Uhr. Letzte Möglichkeiten mit Linientaxi (zusätzlich 2,5 Euro) ab Seckach starten in Stuttgart 18:54 und 21:15 Uhr (Ankunft Seckach 21:20 und 23:20 Uhr). Letztere ist kaum zu schaffen, da nur 5 Minuten Umstieg in Neckarelz, bei entlegenem Bahnsteig.
  3. Solange die Westfrankenbahn nicht ausgebaut wird, bringt die häufigere Frequenz nach Würzburg keine Vorteile für den NOK, weil man nicht weiterkommt. Auch die S-Bahn in Osterburken ist schlecht eingetaktet, so dass die eine 2 Minuten vor Ankunft aus WÜ wegfährt und die nächste erst wieder in einer Stunde. Muss geklärt werden, ob die Strecke ab- oder ausgebaut wird. Ohne dieses hat S 21 für die Region keine Vorteile.
  4. Frage ist, wie die 4 Züge zwischen 6-10 Uhr RE Tübingen-Osterburken stündlich gefahren werden sollen, wenn bereits um Stunde 7 zwei Züge im 40 Minuten-Abstand Stuttgart verlassen. Wie ist die Weiterfahrt nach WÜ und Lauda abgesichert? Es ist nicht geklärt, ob der im Stresstest erwähnte IRE Stuttgart – Würzburg (in den Zeiten 6-10 vier Stück, davon zwei in Stunde 7 und im 10-Minuten-Abstand zu dem Tübingen-Osterburken-RE) überhaupt über Osterburken oder über Crailsheim fahren soll. Wenn über Osterburken, wären es in Hauptzeit 7 des Stresstestes 3-4 Züge im 30-10-Minuten-Abstand in Osterburken. Dafür ist der Bahnhof (4 Gleise) nicht ausgelegt. Dann mal 2 Stunden nichts.

Analogiethemen von Bürgern zu K21 genannt:

  1. Der Abriss des historischen Bahnhofs durch Ersetzen einer offenen Glasüberdachung statt Bahnhof mit neuem Bahnsteig der Kreisstadt Mosbach sorgte bei zwei K21-Tagen vor Ort für Sympatien, da deren Bürgerinititiative kein Erfolg hatte.Aus Wikipedia “Mosbach”: “Die Peripherie der Altstadt wurde und wird verkehrlich neu gestaltet. Durch den Abriss des Alten Bahnhofes – eine Bürgerinitiative „Rettet den Bahnhof“ hatte sich sechs Jahre lang vergeblich für den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes eingesetzt – ergab sich die Möglichkeit zum vierspurigen Ausbau der durch die Stadt führenden Bundesstraße 27.”
  2. Auch das mit der Buchener Müllaufbereitungsanlage hatte schon Protesterfolg. Das Projekt wurde mit viel Werbeaktion und Verheimlichung von Fakten durchgesetzt, als der als St. Josefs Brise verspottete Gestank sich aber breitmachte, regte sich Widerstand in Form von Protestbriefen und Anrufen, die so massiv wurden, dass es eine Untersuchung gab und die Anlage umgewandelt werden musste.
  3. Die Buchener beim K21-Tag und sonstigen Gesprächen auf der Straße werden bei S21 erinnert an den Abriss und den überteuerten Luxusneubau der Frankenlandhalle (Veranstaltungen: War alle zwei Monate für Landesbühne bereist und für Fasching). Die Kosten haben sich vor einem halben Jahr verdoppelt. Regt sich Protest. Auch hier wurde die Bürgerschaft schon wie bei der MBA nicht informiert. Der hypermoderne Philharmoniestil ist den meisten zu schnieke und übertrieben und passt nicht zu der mittelalterlichen Stadt und ist vor allem zu teuer.

13. Region “Mittlerer Oberrhein” (Baden-Baden – Karlsruhe – Pforzheim):

  • bestenfalls keine Nachteile
  • Bruchsal verliert drei gutausgelastete IC in der Zeit 7-9 Uhr
  • umsteigefreie Verbindungen zwischen Baden-Baden und Stuttgart in der Pendlerzeit entfallen -> Fahrzeitverlängerungen um 15-22 Minuten
  • umsteigefreie IC-Linie Karlsruhe – Pforzheim – Stuttgart – Nürnberg entfällt
  • fehlende finanzielle Absicherung des Rastatter Tunnels und Signaltechnikerneuerung im Stellwerk Rastatt, damit eine Leistungssteigerung auf der Rheintalstrecke und die Bedienung der AVG-Haltepunkte Muggensturm und Malsch wieder möglich sind.

14. Region Schwarzwald-Baar, Rottweil, Tuttlingen:

  • 3er-Ringzug wird um 30 Minuten verschoben.
  • Relation Villingen-Schweinningen – Stuttgart über Rottweil resultiert in einer halbstündigen Wartezeit, da nur einminütige Übergangszeit zwischen den beiden Zügen und somit kein Anschluß.
  • im Donautal bei Tuttlingen kein Ringzug mehr.

15. Region Singen:

  • Anschlußzüge aus Richtung Friedrichshafen und Konstanz erreichen ICE Richtung Stuttgart nicht mehr.

16. Region Ulm:

  • Zug aus Richtung Friedrichshafen kommt zur Minute ’26 an, der ICE nach Norden wird zwei Minuten früher abfahren.

17. Südbahn Ulm – Biberach – Ravensburg – Friedrichshafen:

Die IRE-Linie Lindau – Friedrichshafen – Ulm – Stuttgart – Karlsruhe fährt im Stundentakt. Die Aufenthalte in Ulm fallen auch nicht weg, sie verlängern sich gegenüber heute (9 Minuten) auf 13 bzw. 17 Minuten! Die Fahrzeit nach Stuttgart mit dem IRE, der weiter über Göppingen fährt, verändert sich nur wenig (in Klammern heute): ab FN 2h16 (2h24), ab RV 2h03 (2h08), ab Aulendorf 1h50 (1h53) und ab BC 1h35 (1h36).

Nur wer in Ulm auf den ICE nach Stuttgart umsteigt, spart viel Zeit. Dann verkürzt sich die Fahrzeit z. B ab FN um 39 Minuten und ab BC um 28 Minuten. Das wird aber teuer, denn der Preisunterschied zum IRE wird sich deutlich vergrößern, weil dann die gesamte Strecke zum ICE-Tarif abgerechnet wird und nicht nur die Strecke Ulm – Stuttgart. Das passiert insbesondere überall dort, wo ICE-Züge auf Schnellfahrstrecken verlegt werden. Übrigens: Nach München muss man trotz des 30-Minuten-Taktes der ICEs in Ulm 22 Minuten warten!

Auch eine umsteigefreie Verbindung zum Stuttgarter Flughafen ist bisher nicht vorgesehen, denn die Verlängerung der stündlichen IRE-Linie Würzburg – Stuttgart – Flughafen – Ulm nach Friedrichshafen ist bisher nur als sogenannte “Option” eingeplant. Die hohe Belastung des Landes durch die Baukosten von S21 und die Kostenbeteiligungen bei der Neubaustrecke und der Südbahnelektrifizierung machen es nicht sehr wahrscheinlich, dass das Land dann noch Geld für diese teure “Option” hat. In der S21-Werbung in Oberschwaben wird diese wichtige “Kleinigkeit” immer unterschlagen und die Bevölkerung mit falschen Informationen über die Fahrzeitverkürzungen hintergangen! Die Wartezeit auf den alle zwei Stunden fahrenden Anschluss-ICE zum Flughafen beträgt 19 Minuten, auf den stündlichen IRE sogar 43 Minuten.

Fazit: Stuttgart 21 nützt Oberschwaben überhaupt nichts. Es ist die Neubaustrecke, welche Zeitgewinne bringt. Die S21-Propaganda schmeißt ganz bewusst beide Projekte in einen Topf und betrügt damit die Oberschwaben. Die Neubaustrecke funktioniert genauso gut bei K21, die Fahrpläne für Oberschwaben sind sogar viel besser. Und nicht zuletzt: S21 gefährdet die seit langem versprochene Elektrifizierung der Südbahn. Entgegen allen Behauptungen ist diese bisher vertraglich überhaupt nicht fixiert. Je mehr Geld S21 bei der DB und beim Land verbraucht, desto geringer wird die Chance, dass für die Südbahn noch etwas übrig bleibt.

18. Schnellfahrstrecke Stuttgart – Ulm:

  • Fahrzeit von 25,5 Minuten zwar weitgehend erreichbar, aber wegen Warten auf freie Trasse im Stuttgarter Hbf nochmal 5,5 Minuten mehr Zeit -> halbe Stunde Fahrzeit knapp überschritten, damit kein integraler Takt zwischen beide Knoten möglich
  • Flughafen wird im Fernverkehr nur alle zwei Stunden angefahren.
  • TGV findet auf dieser Strecke wegen dichter Belegung im Stuttgarter Hbf und dem Fildertunnel (Verkehre Richtung Eutingen und Tübingen) keinen Platz mehr.
  • Die Neubaustrecke wird mit Steigungen bis zu 31 Promille eine größere Steigung als die Geislinger Steige haben. Damit kann sie nur von wenigen Personenzügen und von keinen herkömmlichen Güterzügen befahren werden. Selbst wenn es je Güterzüge geben wird, die die Neubaustrecke befahren könnten, werden diese die alte Strecke weiterhin nutzen, da diese Strecke trassenkostenmäßig erheblich günstiger ist.
  • Für die Neubaustrecke Wendlingen – Ulm gibt es im aktuellen Bundes-Verkehrswegeplan immerhin einen Nutzen-Kosten-Faktor von 1,2. Schaut man aber genauer hin, stellt man fest, daß es für die Neubaustrecke keine getrennte Bewertung gibt, sondern dass sich diese Zahl pauschal auf das Projekt Ausbau- bzw. Neubau der gesamten Stecke Stuttgart-Ulm-Augsburg bezieht. Ausserdem wurden eine zweistellige Anzahl an täglichen Güterzügen reingerechnet; nimmt man diese raus, erreicht diese Strecke gerade noch einen NKF von 0,92.

Autor: Christoph Strecker, Richter a.D. und Mediator

Siehe auch:
S21/K21 – Auswirkungen auf die Regionalbahn
Übersicht bzw. Gegenüberstellung über die Auswirkungen der Konzepte S21 und K21 auf verschiedene Strecken und Bahnhöfe.
Zusammenstellungen vom Verkehrsexperte Martin Hilger von den Grünen (März 2011). Aktualisiert/korrigiert am 04.10.2011.

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Volksabstimmung am 27.Nov.: Weder fair noch demokratisch

Zum Thema “Volksabstimmung” (VA) am 27.11.2011:
Dies soll kein Aufruf zum Boykott, sondern vielmehr die Entwicklung verdeutlichen, sowie Aufzeigen, dass die Volksabstimmung so, wie sie nun stattfinden soll – auch wegen der unsäglichen, ungeklärten rechtlichen Mängel wie zB.:
-> Artenschutz (Juchtenkäfer, den es nur noch in Stuttgart und Mannheim gibt),
-> den Umweltfragen,
-> der Verfassungswidrigkeit der Mischfinanzierung,
-> der fehlenden Genehmigungen,
-> der Entwidmung von Gleisanlagen (s. Antrag Grüne v. 09.09.2011)…. desweiteren;
-> Stuttgart 21 verstößt gegen EU-Richtlinien und
-> weiterhin Geheim, die Kosten zu S21, Kretschmann fordert Klarheit bei Finanzierung von Mehrkosten, Wie die Bahn die wahren Kosten verschleiert,
-> die 121 Risiken usw. wie auch
-> den verkehrlichen Nutzen zu S21 der nun durch Vieregg & Rössler widerlegt wurde (s. HIER)
– weder fair noch demokratisch, noch im Sinne des S21-Kündigungsgesetzes zu gewinnen ist und damit S21 faktisch legitimieren wird.

Das Ergebnis von Vieregg & Rössler wurde an die Abgeordneten des Landtags und Bundestags von BW, sowie an die Stadträte des Stuttgarter Gemeinderats versendet. Eine Stellungnahme der Abgeordneten ist unumgänglich, denn dieses neue Gutachten bestätigt, der alte Kopfbahnhof kann mehr als S21. Dies ist eine neue, sehr wichtige Erkenntnis, die nicht nur die geplante Volksabstimmung, sondern auch dieses Milliardenprojekt S21 ad absurdum führt.

Der Artikel soll weder zum Pessimismus, noch zum Boykott aufrufen, er verdeutlicht lediglich die Fakten des demokratiefeindlichen baden-württembergischen Volksentscheid-Quorum.

Statt sich in solche Gewitterfronten eines »getricksten« Volksabstimmung zu begeben, sollten sich die Regierenden vielmehr der Frage stellen:
Wenn der jetzige Kopfbahnhof leistungsfähiger als Stuttgart 21 ist, wozu dann X-Milliarden Euro ausgeben?

Zum Thema “Volksbegehren” (VE) im Jahr 2007 und März 2011:
Grube sagte auch, Entscheidungen träfen in Deutschland die Parlamente und “niemand sonst”. Das ist schlicht falsch. Es gibt in Deutschland sehr wohl direktdemokratische Entscheidungsverfahren, also Volksbegehren. Gerade bei Stuttgart 21 ist das eine interessante Geschichte: Bereits 2007 initiierten die Gegner ein Volksbegehren und sammelten in kurzer Zeit 67.000 Unterschriften – deutlich mehr, als für ein Volksbegehren nötig gewesen wäre. Aber das Volksbegehren wurde aus rechtlichen Gründen nicht zugelassen. Pikant war damals, dass der Stuttgarter Oberbürgermeister Schuster im Oktober 2007 die vom Gemeinderat gebilligten Verträge zur Finanzierung von Stuttgart 21 mit dem Land und der Region unterzeichnete, während noch Unterschriften für das Volksbegehren gesammelt wurden.

Im März 2011 haben die Gegner des Bahnprojekts “Stuttgart 21″ rund 35.000 Unterschriften für das von ihnen angestrebte Bürgerbegehren gesammelt und an Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) übergeben. Die für den Bürgerentscheid notwendige Zahl von 20.000 Unterschriften wurden auch hier deutliche überschritten. Mehr dazu HIER ab Minute 4. –

Unterschriften an OB Schuster übergeben.

Pressemitteilung des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 & der Juristen zu Stuttgart 21 zur Entscheidung des Gemeinderates: „Bürgerbegehren zu Stuttgart 21 unzulässig.“ HIER

Autorin: Petra

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Zum Thema Kündigungsrecht im Finanzierungsvertrag zwischen: Land und Deutsche Bahn Kündigungsrecht gibt es grundsätzlich immer, das ist BGB Vertragsrecht. Dass keine Kündigungsklausel im Finanzierungsvertrag zwischen Land und DB steht, heisst nur, dass es kein sogenanntes ordentliches Kündigungsrecht gibt. Also bleibt das ausserordentliche Kündigungsrecht, dass z.b. bei Wegfall der Vertragsgrundlage greifen würde. Auch grob vertragswidriges Verhalten könnte ein solches ausserordentliches Kündigungsrecht begründen. Ob nun die mangelhafte Information des Parlaments, das Verschweigen von Kosten etc. hinreichend als Grund und vor allem gerichtsfest belegbar wäre, lassen wir mal dahingestellt. Eine erhebliche Kostenüberschreitung wäre allerdings ein solcher Kündigungsgrund. Ab wann nun eine solche Kostensteigerung von einem Gericht als erheblich angesehen würde, muss man abwarten. Sollte sich herausstellen, dass die Kosten tatsächlich auf eine Höhe steigen wie von kritischer Seite prognostiziert, wäre das sicherlich ein Grund die Verträge zu kündigen. Das ist auch fraglos die Archillesferse des Projektes, die Frage ist nur wann sich diese Kostensteigerung manifestieren wird. Die Bahn wird hier weiter in Salamitaktik ,mit buchhalterischer Kreativität, die wahren Zahlen verschleiern.
Ein deutliches JA bei der VA würde zwar den Druck auf die Bahn erhöhen aber natürlich keinesfalls ein Ende des Baus bedeuten. Auch das Erreichen des Quorums heisst noch lange nicht Bauende, denn die Bahn hat das Baurecht und muss bauen, wenn sie nicht selbst vertragsbrüchig werden soll. Aber spannend wird es allemal.
Das einzig Wichtige bei einem JA bei der VA und dem Erreichen des Quorums wäre für die Landesregierung ein effektiver und verbindlicher Kostendeckel. Würden die Kosten überschritten könnte das Land aussteigen und vermutlich sogar alle Zahlungen zurückfordern.
By the way, die ganze Ausstiegskosten-Debatte geht an den eigentlichen Fragen vorbei. Die VA bedeutet ein geordnetes, rechtlich einwandfreies Verfahren und keinen Vertragsbruch. Wenn das Land gemäß des Gesetzes verfährt, gibt es auch keine Ausstiegskosten. Die könnten nur bei einer unbegründeten Kündigung der Verträge erfolgen, allerdings auch höchstens bis zur Höhe der Vertragssumme.

Autor: Jon

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Zum Thema Neubaustrecke nach Ulm (NBS) und Mischfinanzierung:

NBS: in erster Linie ist es – glaube ich – momentan wichtig, die Leute argumentativ auf den Unterwasserbahnhof zu lenken, der nachweislich nicht für die NBS nötig ist

Mischfinanzierung: die Verfassungswidrigkeit ist leider noch nicht gerichtlich bestätigt, kann also momentan nicht genutzt werden. Das Gleiche gilt für die aufgedeckten Täuschungen der Vorgängerregierung – hierzu ist Zeit nötig und ich vermute, dass das weiterführend genutzt wird, wenn das Quorum nicht erreicht werden sollte (ich glaube dran, dass wir es schaffen, siehe Landtagswahl) – warum sämtliches Pulver auf einmal verschießen, anstatt es klug zu verwenden (Schachspielen)? Wo ist da ein Persilschein? Der VE versucht eine Lücke im Vertrag zu schließen, nämlich Kündigungsrechte wahrnehmen zu können, damit eben nicht gezahlt werden muss (wundert mich sowieso, dass da kein K.recht festgehalten wurde, sowas wäre normalerweise sittenwidrig).

Der Bahnhof kann – wenn überhaupt – nur dann so bleiben, wenn wir ALLE, unsere “JA” Stimme abgeben. Wenn – trotz erreichtem Quorum – dann eingeknickt wird, geht es mit allen anderen Möglichkeiten weiter. IMHO wird aber nicht eingeknickt, das kann die Regierung – und besonders Kretschmann – niemals verkaufen, das wäre es dann für diese Regierung gewesen, eine Wiederwahl würde es dann sicher nicht geben. Wer will das riskieren? Wir stimmen dem Ausstiegsgesetz zu, ermächtigen damit die Regierung Kündigungsrechte wahrzunehmen und dann zahlen wir die Ausstiegskosten, soweit die Bahn richterlich überhaupt welche zugesprochen bekommt. Des isch abr nur mei Meinong ;-)

Autor: S21-Nein-Dank

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LINKS:

Eine sehr gute Seite mit Quellenangaben und gut strukturiert:
“Stuttgart 21 – demokratisch legitimiert ?”
http://oedp-bw.de/node/266

Online-Artikel zu Bundesrechnungshof (BRH) / u.a. vorsätzliches Handeln der Bahn:
“Bundesrechnungshof: Prüfer rügen S21-Rechnung”
www.fr-online.de/wirtschaft/spezials/stuttgart-21/pruefer-ruegen-s21-rechnung/-/4767758/8673378/-/index.html

“Verkehrsminister Hermann fordert S21-Kostenrechnung”
www.schwaebische.de/politik/aktuell/politik-nachrichtenueberblick_artikel,-Verkehrsminister-Hermann-fordert-S21-Kostenrechnung-_arid,5123883.html?et_cid=2

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GDL zu Stuttgart 21: Lokführer kritisieren den schrägen Bahnhof

Gewerkschaft der Lokführer (GDL) zu Stuttgart 21: Lokführer kritisieren den schrägen Bahnhof

Einige interessante Sätze aus dem Artikel:

Die GDL warnt davor, die Verantwortung für Zugstopps, Bremsmanöver oder gar Unfälle durch wegrollende Züge auf die Zugführer abzuwälzen.

Zur Erinnerung: die vom Eisenbahnbundesamt (Eba) genehmigte Planfeststellung für die unterirdische Durchgangsstation aus dem Jahr 2005 erlaubt es der Bahn, bei Stuttgart 21 Bahnsteige mit einem Gefälle von mehr als 15 Promille anzulegen – auf der Bahnsteiglänge von rund 400 Metern entspricht dies einem Gefälle von etwa sechs Metern.

Soll-Vorschrift aus der deutschen Eisenbahnbetriebsordnung. Dort hieß es: “Die Neigung von Gleisen an Fahrgastbahnsteigen soll 2,5 Promille nicht übersteigen.” Für Stuttgart 21 machte die Eba eine Ausnahme von der Regel.

2007 allerdings hat die Europäische Union bei der Überarbeitung ihrer technischen Vorschriften für den europaweiten Eisenbahnverkehr, der sogenannten TSI-Infrastruktur, die nationale Richtlinie verschärft: Das Wörtchen “soll” wurde durch “darf” ersetzt – und damit wurden eigentlich Ausnahmeregelungen unmöglich gemacht.

Die vorgesehene extreme Neigung der Bahnsteige in Stuttgart erhöht nach Ansicht von Kritikern die Gefahr von Unfällen durch unbeabsichtigtes Wegrollen der Züge.

Der stellvertretende GDL-Bundesvorsitzende Sven Grünwoldt, klage seine Gewerkschaft sei erst kürzlich darüber informiert worden, dass beim Neubau des Stuttgarter Bahnhofs bereits 2005 vom Eba eine “von der Eisenbahnbau- und Betriebsordnung gravierend abweichende Gleislängsneigung” genehmigt worden sei. Als zuständiger Berufsverband sei die GDL “in keiner Weise” in die damalige Entscheidung des Eba eingebunden gewesen. Dabei obliege gerade den Lokführern bei Einfahrten in Bahnhöfe insbesondere mit einer Schräglage “eine ganz besondere Verantwortung”.

Gegenüber der Stuttgarter Zeitung unterstrich Grünwoldt seine Kritik an den Plänen: Gerade dann, wenn wie im S21-Tiefbahnhof Doppeleinfahrten an einem Bahnsteig vorgesehen seien, “ist grundsätzlich ein Gefahrenpotenzial vorhanden”.

Beim Eisenbahnbundesamt stieß die Gewerkschaft mit ihrer Kritik bisher auf taube Ohren.

Den ganzen Artikel lesen (2 Seiten):
Gewerkschaft der Lokführer zu Stuttgart 21: Lokführer kritisieren den schrägen Bahnhof
(Stuttgarter Zeitung, 30.10.2011)

LINKS:

wikipedia.de: Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)

Homepage: Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)

wikipedia.de: Eisenbahn-Bundesamt (EBA)

Homepage: Eisenbahn-Bundesamt (EBA)

Bundesministerium der Justiz & Juris.de: Allgemeines Eisenbahngesetz

Forum für Eisenbahnfreunde: Drehscheibe Online
Hier können Eisenbahnfreunde auch über Stuttgart 21 fachsimpeln.
Herausgeber der Eisenbahnzeitschrift “Drehscheibe” das unter Fachkreisen einen hohen Bekanntheitsgrad hat.

Ein anderer ähnlicher Artikel:
Gutachten zu Stuttgart 21: Wäre der Kopfbahnhof leistungsfähiger?
(Stuttgarter Zeitung, 27.10.2011)

Dazu diese beiden Gutachten von Vieregg & Rössler:
Studie zur Leistungsfähigkeit des Kopfbahnhofs Berichtstext (100 kB)
Studie zur Leistungsfähigkeit des Kopfbahnhofs Abbildungen (900 kB)

wikipedia.de: Vieregg & Rössler

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Kampagne: Zitate und Wahlsprüche für die Volksabstimmung

Hier drei Plakate für die Volksabstimmungs-Kampagne “JA zum Ausstieg”:

Lieber ein Schrecken mit Ende als ein Schrecken ohne Ende!
Sie entscheiden!
-> JA zum S21-Ausstieg,
-> JA beim Volksentscheid.
Am 27. November 2011
-> JA zum Kündigungsgesetz

 

 

 

Marmor, Stein und Eisenbricht! Nur die Tunnels von Stuttgart 21 nicht? Marmor, Stein und Eisenbricht! Nur die Tunnels von Stuttgart 21 nicht?
Sie entscheiden!
-> JA zum S21-Ausstieg,
-> JA beim Volksentscheid.
Am 27. November 2011
-> JA zum Kündigungsgesetz

 

 

 

Milliarden zum Weiterbuddeln verzweifelt gesucht! Milliarden zum Weiterbuddeln verzweifelt gesucht!
Sie entscheiden!
-> JA zum S21-Ausstieg,
-> JA beim Volksentscheid.
Am 27. November 2011
-> JA zum Kündigungsgesetz

 

 

 

Weitere Zitate und Wahlsprüche für die Volksabstimmungs-Kampagne “JA zum Ausstieg”:

Noch ist der Bahnhof nicht gebaut – und schon fehlt Geld in der Kasse!

Wer der Bahn glaubt, baut auf Sand!

Den Tiefbahnhof bezahlst auch DU – mit höheren Steuern und teueren Tickets!

Nur eins ist bei Stuttgart 21 sicher: Der Bahnhof wird teuerer als geplant!

Stuttgart 21 sprengt alles. Vor allem die Sicherheit!

2,8 zum Ersten, 3,5 zum Zweiten, 4,5 Milliarden Euro zum … Wer bietet mehr?

Das dicke Ende kommt zuletzt. 7 Milliarden und mehr!

Tiefer Bahnhof – hohe Kosten!

Stuttgart 21: Pläne, Pleiten, Pannen!

-> Wer hat weitere Ideen? Bitte ins Kommentar schreiben. Danke!

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“Bahnhof geht auch anders” – Alternativen zu S21: Einladung zu einem Infoabend im Theaterhaus Stuttgart

Info- und Diskussionsabend:

Die Fraktion der Grünen im Landtag lädt ein: Zu einem Info- und Diskussionsabend im Theaterhaus Stuttgart. Das Thema ist Stuttgart 21, der Titel “Bahnhof geht auch anders”. Es werden Alternativen zum Bahnhofsprojekt vorgestellt – aber auch über die erste Volksabstimmung in Baden-Württemberg als historische Chance diskutiert.

PDF-Datei: Veranstaltung: "Bahnhof geht auch anderst" - Alternativen zu S21 (Einladung zu einem Infoabend im Theaterhaus)Mit dabei sind Winfried Kretschmann, Andreas Schwarz MdL, Dr. Brigitte Dahlbender, Michael Holzhey, Karlheinz Rößler, Dr. Martin Vieregg, Alexander Kirfel, Wolfgang Raufelder, Daniel Renkonen und viele andere.

Titel: “Bahnhof geht auch anders”
Termin: Donnerstag, 10. November 2011
Zeit: ab 17 Uhr
Ort: Theaterhaus Stuttgart e.V., Siemensstr. 11, 70469 Stuttgart (www.theaterhaus.com)
google-map: http://g.co/maps/rzrxp

Ein Info-PDF hierzu zum Download.

Quelle: http://gruene-gegen-stuttgart21.de/bahnhof-geht-auch-anders-einladung-zu-einem-infoabend-im-theaterhaus/2016/

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Kopfbahnhof 21 – Ja zum ebenerdigen und barriere-freien Kopfbahnhof

K21 steht für den Ausbau und die Modernisierung des 17-gleisigen Kopfbahnhofs. Ein integraler Taktfahrplan mit barrierefreien Umsteigemöglichkeiten ist nur mit K21 möglich. Bonatzbau und Schlossgarten bleiben vollständig erhalten. Keine Risiken bei Kosten, Ökologie und Sicherheit – Ja zum ebenerdigen und barriere-freien Kopfbahnhof.

Ja zum ebenerdigen und barriere-freien Kopfbahnhof

Die besseren Argumente:

Kopfbahnhof 21 – das bessere Konzept

Jahrelang wurde behauptet, der Kopfbahnhof sei veraltet und dem Verkehr der Zukunft nicht mehr gewachsen. Die Leistungsfähigkeit des Kopfbahnhofs wurde bewusst nicht näher untersucht. Alle Verkehrsgutachten vergleichen Stuttgart 21 nur mit dem bestehenden Kopfbahnhof ohne Modernisierung. Nur so konnte Stuttgart 21 überhaupt als vorteilhaft dargestellt werden.

Dagegen stellen wir das Konzept Kopfbahnhof 21. Der bestehende Kopfbahnhof würde modernisiert und mit einer Neuordnung der Gleise würde bei gleichen Prämissen eine größere Leistungsfähigkeit erreicht als beim Durchgangsbahnhof. Sowohl die Deutsche Bahn, das Eisenbahnbundesamt als auch das Verkehrswissenschaftliche Institut der Universität Stuttgart haben bestätigt, dass Kopfbahnhof 21 spielend in der Lage ist, den Verkehr der Zukunft zu bewältigen. Auch bei dieser Alternative stehen bisherige Bahnflächen dem Städtebau zur Verfügung.

Die Kosten für die Modernisierung des Kopfbahnhofs liegen deutlich unter den Baukosten von Stuttgart 21. Zwar müssen die bestehenden Anlagen saniert und erweitert werden, aber dafür entfällt der Neubau dreier Bahnhöfe – neben dem Tunnelbahnhof der S-Bahnhof Mittnachtstraße und die ICE-Filderbahnhof am Flughafen. Für K21 wird nur ein Drittel der Tunnelstrecken benötigt. Aus diesem Grund geht das Büro Vieregg&Rössler davon aus, dass K21 zu einem Viertel bis einem Drittel der Kosten von S21 gebaut werden kann.

Alles lesen unter Kopfbahnhof-21.de:

Veröffentlicht unter Aktionsbündnis gegen S21, Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21, Bahn, barrierefrei, Barrierefreiheit, Bonatzbau, Deutsche Bahn, Eisenbahnbundesamt, Filderbahnhof, Integraler Taktfahrplan, K21, Kopfbahnhof 21, Kosten, Kostenrisiken, Ökologie, Tiefbahnhof, Verkehrsexperten, Vieregg&Rössler | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert

SPD und CDU: Volksvertreter oder Bahnvertreter?

Bei einer SPD-Veranstaltung “Stuttgart 21 – warum nicht?” in Schwaikheim am 20.Okt.2011 habe ich unter anderem Folgendes erklärt:

Volksvertreter oder Bahnvertreter?
Parteiverrat im Landtag von Baden-Württemberg!

1,5 Milliarden Euro Schadenersatz an die Deutsche Bahn AG müsste das Land Baden-Württemberg bei einem Abbruch des Projekts “Stuttgart 21″ zahlen, behaupten die Bahn und mit ihr die Befürworter des Bahnprojekts. Bislang hat die Bahn allerdings keine prüffähigen Berechnungen für mögliche Schadenersatzforderungen in dieser Höhe vorgelegt. Fachleute schätzen die Kosten für einen Projektabbruch weit niedriger. Die Vermutung drängt sich auf, dass die DB AG in der Auseinandersetzung über die finanzielle Beteiligung des Landes mit dieser Horrorzahl Propaganda für ein Nein bei der Volksabstimmung über den Projektausstieg des Landes schaffen will. Im Streitfall werden die Gerichte klären, wie hoch die Abbruchkosten tatsächlich sind, und entscheiden, welche Anteile davon die Projektbeteiligten Bahn, Bund, Land, Stadt, Region und Flughafen tragen müssen.

Wenn sich Projektbefürworter im Land und in der Stadt die Drohungen der Bahn mit Schadenersatzforderung von 1,5 Mrd Euro ungeprüft zu Eigen machen, reden sie zum Nachteil des Landes. Das gilt vor allem für die Landtagsabgeordneten der SPD und der CDU, die sich weniger als Volksvertreter, denn als Bahnvertreter aufführen, weil ihnen die Interessen der Bahn offensichtlich wichtiger sind als das Wohl des Volkes.

Ein Rechtsanwalt, der bei einer ihm anvertrauten Rechtssache pflichtwidrig im Einverständnis mit der Gegenpartei zum Nachteil seiner Partei handelt, begeht Parteiverrat und kann dafür mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf Jahren bestraft werden (§ 356 Strafgesetzbuch). Die Projektbefürworter im Landtag von Baden-Württemberg, an der Spitze die Fraktionsvorsitzenden Peter Hauk (CDU) und Claus Schmiedel (SPD), handeln bei der ihnen anvertrauten Rechtssache mit dem Argument der Schadenersatzansprüche der Deutschen Bahn AG in Höhe von 1,5 Mrd Euro pflichtwidrig zum Nachteil des Landes Baden-Württemberg und seiner Bürgerinnen und Bürger. Wären sie Rechtsanwälte, müsste man sie wegen Parteiverrats strafrechtlich belangen.

Peter Conradi – 24.Oktober 2011

Quelle:
http://spd-mitglieder-gegen-s21.de/?page_id=2011

Peter Conradi:
-> Sozialwissenschaftliches Studium in den Vereinigten Staaten.
-> Architektur-Studium (TH Stuttgart), Ingenieursdiplom, Fachrichtung Architektur.
-> Nachdem er bei der Hochbauverwaltung Ba-Wü gearbeitet hatte, wurde er zum Regierungsbaumeister ernannt.
-> Leiter des Staatlichen Hochbauamts und stieg zum Oberregierungsbaudirektor auf.
-> Seit 1959 Mitglied der SPD. Vorstand des SPD-Kreisverbandes Stuttgart. Landesvorstand der SPD Baden-Württemberg. Von 1972 bis 1998 war er Abgeordneter des Deutschen Bundestages.

Veröffentlicht unter Appell, Baden-Württemberg, Bahn, Bahnvertreter, CDU, Claus Schmiedel (SPD), Deutsche Bahn, Erklärung, Landtag, Parteiverrrat, Peter Conradi, Peter Hauk, Projekt, S21, SPD, Stuttgart 21, Vertreter, Volksvertreter | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert

Klaus Arnoldi: Mehrheit gegen Stuttgart 21

Heilbronn – Die Mehrheit der Bürger wird in der Volksabstimmung am 27. November gegen Stuttgart 21 stimmen. Klaus Arnoldi, Vorstandsmitglied des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) ist fest davon überzeugt: „Warum sollen wir für viel Geld einen neuen Bahnhof bauen, der weniger leistet, als der bestehende“, fragt er.

[…]

Stichwort Kosten. Viele Baden-Württemberger haben Angst, dass es nicht bei der veranschlagten Gesamtsumme von vier bis 4,5 Milliarden Euro bleibt. Auch Dietrich mag Steigerungen nicht generell ausschließen.

Den ganzen Artikel lesen:
Klaus Arnoldi: Mehrheit gegen Stuttgart 21
(Stimme.de, 22.10.2011)

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Presseerklärung der Ingenieure22: S21-Ausstiegskosten etwa 300 Mio. EUR

Ingenieure ermitteln die tatsächlichen Kosten für S21-Ende

Stuttgart, 21. Oktober 2011: Die „Ausstiegskosten“ aus dem Projekt
Stuttgart 21 als von der Bahn bisher aufgewendeter Baukosten betragen nach seriöser Einschätzung der Ingenieure22 lediglich knapp 300 Mio. EUR.

Zu diesem Ergebnis kommt Hans Heydemann von den Ingenieuren22, der mit seinem Ingenieurbüro jahrzehntelang öffentliche Planungsaufträge bearbeitet hat. Die knapp 300 Mio. EUR. setzten sich zusammen aus aufgelaufenen Planungskosten, Kosten für bereits ausgeführte Arbeiten (Gleisvorfeld, Nordflügelabriss, Baumfällungen, Grundwassermanagement, u.a.m.) sowie Kosten, die aus den vergebenen Aufträgen entstehen. Auf Nachfrage hat Bahnchef Grube den Ingenieuren22 die von ihm genannten wesentlich höheren Ausstiegskosten aufgeschlüsselt. Diese enthalten große Posten  die mit den Baukosten für Stuttgart 21 und dem „Ausstieg“ gar nichts zu tun haben, z.B. Planungskosten für die Strecke Wendlingen – Ulm. Ohne diese Fremdposten kommt auch Bahnchef Grube nur auf 427 Mio. EUR.

„Der Ausstieg aus Stuttgart 21 ist sowohl technisch als auch finanziell dringend geboten, auch wenn die Bahn dadurch ungünstigstenfalls 300 Mio. EUR. verliert“, sagt Hans Heydemann von den Ingenieuren22 für den Kopfbahnhof. „Mit Stuttgart 21 würde man viele Milliarden in den Sand setzen, für ein Projekt, das uns nur Nachteile bringt: Der neue Bahnhof könnte weniger leisten als der Kopfbahnhof, wie er heute ist. Die hohen Beträge, die Bahnchef Rüdiger Grube und andere für den „Ausstieg“ gerne nennen, sind nicht seriös. Sie haben mit  den aufgewendeten Baukosten für S21 nichts zu tun!  Indem Herr Grube die Rückabwicklung des Gleisgeländekaufes samt aufgelaufener Zinsen und auch die Planungskosten für die Neubaustrecke als „Ausstiegskosten“ für den Tiefbahnhof umdeklariert versucht er, die Menschen im Land hinters Licht zu führen und den eigenen Gewinn zu maximieren.“

(Tabelle als screen shot, weil übersichtlicher):

[zum vergrössern auf das Bild klicken: Neuer Tab geht auf ]

Das Gleisfeld wurde bereits 2001 von der Stadt Stuttgart gekauft – ohne jede Gegenleistung.  Sobald S21 gestoppt ist, ist die Bahn vertraglich verpflichtet, das Gleisvorfeld von der Stadt zurückzukaufen; die Stadt bekommt also 459 Mio. EUR zuzüglich Zinsen zurück.

Auf das Bild klicken: PDF-Datei öffnet im neuen Tab | oder Rechtsklick: Ziel speichern unter...Anhang herunterladen:
Die wirklichen “Ausstiegskosten aus Stuttgart 21″
[PDF-Datei, 61 kB]

 

 

 

Quelle:
http://www.bei-abriss-aufstand.de/2011/10/21/presseerklarung-der-ingenieure22-s21-ausstiegskosten-etwa-300-mio-eur/
Veröffentlicht unter Ausstieg, Ausstiegskosten, Bahn, Bahnchef, Deutsche Bahn, Gleisflächen, Gleisvorfeld, Grundwassermanagement, Ingenieure gegen Stuttgart 21, Ingenieure22, JA zum Ausstieg, Kosten, Planungskosten, Presseerklärung, Projekt, Rüdiger Grube, S21, S21-Kosten, S21-Lügen, S21-Projekt, Stuttgart 21, Tiefbahnhof | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert

Gutachten: Kopfbahnhof ist leistungsfähiger als Stuttgart 21

Presseerklärung der Ingenieure22 vom 20.10.2011

Stuttgart, 20. Oktober 2011: Der Stuttgarter Kopfbahnhof, so wie er heute besteht, kann 56 Züge in der Stunde abfertigen, sieben mehr als der für Stuttgart 21 geplante Tiefbahnhof. In Zusammenarbeit mit den unabhängigen Verkehrsexperten Vieregg&Rössler haben die Ingenieure22 – Für den Kopfbahnhof ein gerichtsfestes Gutachten über die Leistungsfähigkeit des bestehenden Bahnhofs erstellt.

Das Ergebnis zeigt die klare Überlegenheit des Kopfbahnhofs:
Für Stuttgart 21 konnten im Stresstest nur 49 Züge in der Spitzenstunde nachgewiesen werden – trotz häufiger Doppelbelegungen der Gleise. Der Kopfbahnhof kann schon heute 56 Züge in der Stunde leisten, d.h. sieben Züge mehr – ohne Doppelbelegungen. Das nun erstellte Gutachten von Vieregg&Rössler zeigt, der bestehende Kopfbahnhof ist leistungsfähiger als Stuttgart 21. Das Gutachten wurde finanziert durch Spenden engagierter Bürger.

„Die Bahn hat eine Verdopplung der Leistung durch Stuttgart 21 versprochen“, sagt Alexander Käck, Initiator der Untersuchungen zur Leistungsfähigkeit. „Mit dem Stresstest sollte die Bahn wenigstens 30% Leistungssteigerung nachweisen – vorsichtshalber haben weder die Bahn noch die zuständigen Ministerien geklärt, was der bestehende Bahnhof denn eigentlich leisten könnte. Mit vielen Doppelbelegungen hat die Bahn für S21 schließlich 49 Züge in der Spitzenstunde nachgewiesen, also viel weniger als die 56 Züge die unser bewährter Kopfbahnhof und seine Zulaufstrecken leisten können. Weit über 4 Mrd. € für einen neuen Bahnhof, der schlechter ist als der, den wir schon haben. Wir sagen ‘JA’ zum Ausstieg aus Stuttgart 21!“

Grundlage der Berechnungen ist der heute bestehende Kopfbahnhof mit seinen bestehenden Zulaufstrecken. Bezüglich des Gleisvorfeldes, das derzeit ohnehin umgebaut wird, wurde der Zustand nach Abschluss dieser laufenden Arbeiten unterstellt, wobei allerdings zusätzlich der Um- bzw. Neubau von 8 Weichen einschließlich der dazu gehörenden kurzen Gleisstücke und Oberleitungen berücksichtigt wurde. Diese Änderungen lassen sich mit minimalem Aufwand realisieren (Baukosten unter 3 Millionen Euro) und sind auch nach einem Projektstopp von Stuttgart21 sofort umsetzbar und dauerhaft nutzbar.

Die Leistungsfähigkeit war immer das zentrale Argument für den Tiefbahnhof Stuttgart 21. Mit Verweis auf eine Leistungssteigerung von 50% wurde 2007 das von 67.000 Stuttgartern unterschriebene Bürgerbegehren gegen S21 abgeschmettert. Nachdem die tatsächliche Leistungsfähigkeit sowohl des Kopfbahnhofs als auch des Tiefbahnhofs nun bekannt sind, ist eine öffentliche Finanzierung des Milliardengrabs Stuttgart 21 nicht mehr zu verantworten.

Experten und nicht zuletzt der ehemalige Bahnhofsvorsteher Egon Hopfenzitz gehen seit langem davon aus, dass der bestehende Kopfbahnhof leistungsfähiger ist als Stuttgart 21 es je sein könnte. Um dies nachzuweisen haben die Ingenieure22 in Zusammenarbeit mit Vieregg&Rössler in monatelanger Arbeit Verkehrs- und Infrastrukturdaten ermittelt. Auf dieser Grundlage konnte nun eindeutig nachgewiesen werden, dass der bestehende Kopfbahnhof tatsächlich leistungsfähiger ist als Stuttgart 21.

Siehe auch:
“Warum der Fortschritt oben fährt – Ein Appell an die Vernunf”
PDF-Datei Leporello: http://bit.ly/qNkXpf
PDF-Datei DIN A4: http://bit.ly/qiJ9hw

Rückfragen: Wolfgang Kuebart, Physiker, Tel. 0171 9822742

Presseerklärungen und Hintergrundinfos / Presseportal: www.parkschuetzer.org/presse

Internet: www.ingenieure22.de

Kontakt: presse(at)ingenieure22.de

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Geschrieben von: Roland Morlock
Donnerstag, den 20. Oktober 2011

Quelle:
Ingenieure22.de – Gutachten: Kopfbahnhof ist leistungsfähiger als Stuttgart 21

Veröffentlicht unter Bahnhofsvorsteher, Bürgerbegehren, Deutsche Bahn, Egon Hopfenzitz, Finanzierung, Gleisflächen, Gutachten, Ingenieure gegen Stuttgart 21, Kopfbahnhof, Leistungsfähigkeit, PDF-Datei, Presseerklärung, S21, Stresstest, Stuttgart 21, Stuttgarter Hauptbahnhof, Stuttgarter Kopfbahnhof, Tiefbahnhof, Verkehrsexperten | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert

IHK sagt jetzt JA zum Ausstieg

Wir erinnern uns, dass auch die IHK Ulm ihr S21-Werbeplakat abhängen musste, weil sie vor Gericht in dieser Sache verloren hatte. Die Stuttgarter Zeitung (13.10.2011)) berichtete darüber. Wir haben festgestellt, dass die IHK Ulm das Plakat nicht abzuhängen braucht. Eine einfach Anpassung an den baden-württemberg-weiten Ausstiegswillen ist ganz einfach:

Allerhöchste Eisenbahn! JA! ...zum Ausstieg! Unsere Zukunft braucht kein Milliardengrab S21.

Allerhöchste Eisenbahn! JA! ...zum Ausstieg! Unsere Zukunft braucht kein Milliardengrab S21.

18. Oktober 2011 von Matthias von Herrmann
Veröffentlicht unter Bilder, IHK, JA zum Ausstieg, Plakat, Satire, Volksentscheid, witzig | Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentare deaktiviert

SMA-Analyse: K 21 schneidet bei Reisezeit gut ab

Für Bahnfahrer ist die effektive Reisezeit ein entscheidendes Kriterium

Für Bahnfahrer ist die effektive Reisezeit ein entscheidendes Kriterium

Stuttgart – Stuttgart 21 sei ein Projekt, dass dem Land Baden-Württemberg insgesamt nutze, behaupten die Befürworter des umstrittenen Bahnprojekts. Der Befund mag richtig sein, was etwa Aufträge für die Baubranche angeht. Aber in welchem Ausmaß profitieren die Bahnreisenden von der neuen, milliardenschweren Infrastruktur? Eine Analyse der Reisezeiten, die das Schweizer Verkehrsgutachterbüro SMA für die Schlichtungsgespräche Ende 2010 angefertigt hat, weckt neue Zweifel.

Weiterlesen:
Stuttgart-21-Gutachten: K 21 schneidet bei Reisezeit gut ab
(Stuttgarter Zeitung, 15.10.2011)

Schlagzeilen aus diesem Artikel:
-> Das Kopfbahnhofkonzept reduziert die Fahrzeit
-> Beide Varianten profitieren von der geplanten ICE-Neubaustrecke
-> 13 Prozent der Bahnfahrer sind mit S21 langsamer unterwegs als heute
-> Kein vernünftiger Gegenwert in Form von Fahrzeitverkürzungen

Download des sma Dokumentes:
Stuttgart 21 und Kopfbahnhof 21

Vergleichende Analyse der Reisezeiten
Version 2-00
26. November 2010
-> SMA Reisezeiten 26 11 2010 [PDF, 1.3 MB]

Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg:
Stuttgart 21 – Schlichtung-Stresstest (mit zur Zeit 6 Dokumenten).

Veröffentlicht unter Analyse, Bahn, Bahn-Projekt, Bahnprojekt, Bahnverkehr, Fahrzeit, K21, Kopfbahnhof 21, Reisezeit, S21, SMA, Stuttgart 21, Züge, Zugzahlen | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert

Stuttgart21: Volksabstimmung – JA zum Ausstieg!

Volksabstimmung: Am 27. November mit JA stimmen zum Ausstieg des Ländles aus der Finanzierung von Stuttgart21!

Vordergründig geht es um die Finanzierung vom Projekt Stuttgart 21: Ausstieg “Ja” oder “Nein”.
Aber Hintergründig geht es auch um die Finanzierung vom Projekt Kopfbahnhof 21. Denn wenn der Ausstieg kommt, dann muss zwangsläufig der bestehende Kopfbahnhof und das Gleisvorfeld, die zuführenden und abführenden Gleise saniert, optimiert und zukunftsfähig gemacht werden.

Der Kopfbahnhof ist Fakt und funktioniert tadellos . Und es fahren sogar regelmäßig und problemlos Züge nach Paris und in andere europäische Länder. Was will man mehr?

Wer das nicht registriert, lebt in einer Scheinwelt und sitzt nur einer üblen Propaganda auf.

Wer für sinnvolle Zukunftsinvestitionen, besseren Bahnverkehr und tragbare Kosten ist, der isch gscheid! Und stimmt JA für den Ausstieg.

Baden-Württemberg, lass dich nicht von Heuschrecken und abgehalfterten Politikern hinters Licht führen: Bisher sind alle großartigen Versprechungen wie Seifenblasen geplatzt.

Übrig geblieben ist … Immobilienspekulation! Sollen noch mehr Milliarden an Steuergeldern in den Taschen von Spekulanten verschwinden? Wir sagen Nein!

Wir sind für Innovation und somit für Kopfbahnhof 21!

Deshalb bei der Volksentscheid am 27.Nov.: JA zum Ausstieg!

Sie wollen beim Aussteigen mit-helfen bzw. mehr Infos über die Volksabstimmung erfahren?!
Über Möglichkeiten, sich aktiv zu beteiligen, geben die folgenden WebSeiten Auskunft und weitere Infos über die erste Volksabstimmung in Ba-Wü und “JA zum Ausstieg” hier:

Landesbündnis "JA zum Ausstieg": www.s21-volksabstimmung.de + www.ja-zum-ausstieg.deLandesbündnis “JA zum Ausstieg”
www.ja-zum-ausstieg.de
www.s21-volksabstimmung.de
Am 27.Nov.2011 findet die erste Volksabstimmung in Baden-Württemberg statt. Dies ist ein historischer Tag, denn endlich können die Bürgerinnen und Bürger über ein Sachthema direkt entscheiden. Diesen Erfolg hat Baden-Württemberg vor allem der immer stärker werdenden Bürgerbewegung gegen Stuttgart 21 zu verdanken.

Banner-v3-960x100 in LinksVolksabstimmung-s21.org
www.volksabstimmung-s21.org
Volksabstimmung – Wir fahren auf’s Land – Aussteiga! Am 27.11.

Aussteiga! ist eine Initiative unabhängiger Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg, die es sich zum Ziel gesetzt haben, bei der Volksabstimmung zum Ausstieg aus dem Projekt “Bahnhofsquer- und tieferlegung in Stuttgart” eine Stimmenmehrheit zu erzielen und möglichst auch das Quorum von 33,33% innerhalb der wahlberechtigten Bürgerschaft zu erreichen. Denn wir brauchen keinen Tunnelbahnhof in der Landeshauptstadt, wir wollen eine moderne Bürgerbahn fürs ganze Land!
Aussteiga! Sie sind das Volk. Sie haben die Wahl. Am 27.11. JA zum Ausstieg!
Homepage: www.aussteiga.de
Facebook: www.facebook.com/AUSsteiga
Twitter: https://twitter.com/#!/aussteiga2011
Aussteiga! ist eine Initiative unabhängiger Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg, die es sich zum Ziel gesetzt haben, bei der Volksabstimmung zum Ausstieg aus dem Projekt “Bahnhofsquer- und tieferlegung in Stuttgart” eine Stimmenmehrheit zu erzielen und möglichst auch das Quorum von 33,33% innerhalb der wahlberechtigten Bürgerschaft zu erreichen. Denn wir brauchen keinen Tunnelbahnhof in der Landeshauptstadt, wir wollen eine moderne Bürgerbahn fürs ganze Land!

InfoOffensive.de
Info-Offensice – JA zum Ausstieg
www.infooffensive.de/ausstieg
Hier gibt es das Material der InfoOffensive für die Kampagne JA zum Ausstieg.

wichensteller-de: Wir stellen die Wichen für die Zukunft in Baden-Württember/Suchfunktion für Infostände/Veranstaltungen und Mitstreiter

www.weichensteller.de
Wir stellen die Weichen für die Zukunft in Baden-Württemberg.
Suchfunktion für Infostände/Veranstaltungen und Mitstreiter.

Der parkschuetzer.de Blog - Infos aus erster Hand www.parkschuetzer.de/blog Informationen über "JA zum Ausstieg", über Stuttgart 21 bzw. Kopfbahnhof 21, aus dem Widerstand und vieles mehr.  Sie wollen beim Aussteigen helfen?! Über Möglichkeiten, sich aktiv zu beteiligen, gibt dese WebSeite auch Auskunft.

Der parkschuetzer.de Blog – Infos aus erster Hand
www.parkschuetzer.de/blog
Informationen über “JA zum Ausstieg”, über Stuttgart 21 bzw. Kopfbahnhof 21, aus dem Widerstand und vieles mehr.
Sie wollen beim Aussteigen helfen?!
Über Möglichkeiten, sich aktiv zu beteiligen, gibt dese WebSeite auch Auskunft.

BEI ABRISS AIFSTAND - Blog der Aktiven Parkschützer: Aktuelle Nachrichten und Informationen der Parkschützer aus dem Widerstand gegen Stuttgart 21BEI ABRISS AUFSTAND – Blog der Aktiven Parkschützer:
www.bei-abriss-aufstand.de
Aktuelle Nachrichten (u.a. tägliche Auflistung der Medienberichte)  und Informationen der Parkschützer aus dem Widerstand gegen Stuttgart 21.

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Gericht stoppt Grundwassermanagement-Arbeiten für “Stuttgart 21″

Gericht stoppt Grundwassermanagement-Arbeiten für “Stuttgart 21″

Beim umstrittenen Bahnprojekt “Stuttgart 21″ müssen bestimmte Arbeiten am Grundwassermanagement vorerst gestoppt werden.

Weiterlesen:
Gericht stoppt Grundwassermanagement-Arbeiten für “Stuttgart 21″ (stern.de, 06.10.2011)

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Gericht stoppt vorerst einige Stuttgart-21-Bauarbeiten

Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat bestimmte Bauarbeiten für Stuttgart 21 vorläufig gestoppt. Rund um das Grundwassermanagement dürfen erst einmal keine Rohre mehr verlegt werden. Das Gericht folgte damit einem Antrag des Umweltverbandes BUND.

Weiterlesen:
Gericht stoppt vorerst einige Stuttgart-21-Bauarbeiten (stern.de, 06.10.2011)

Veröffentlicht unter Bahnprojekt, Baustopp, BUND, Deutsche Bahn, Gericht, Grundwassermanagement, GWM, S21, Stuttgart 21 | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert

Offener Brief an Winfried Kretschmann

Sehr geehrter Herr Kretschmann,

die Hoffnung war groß und sie stirbt bekanntlich zuletzt – aber der
Sachverhalt stellt sich momentan als sehr ernüchternd dar!

Es geht mir hier um Stuttgart 21 und den “leuteverarschenden”
Volksentscheid. Da haben Sie sich aber von der SPD ziemlich in die Sackgasse treiben lassen, muss ich Ihnen leider vorwerfen. Die Bedingungen für diesen “Volksentscheid” sind ja derart überzogen und kaum zu schaffen. Es muss mehr Beteiligung daran geben, als alle bisherigen Regierungen bisher geschafft haben, 33 % aller Baden-Württemberger müssen ihr Kreuzle dagegen machen. Eigentlich “unschaffbar”!

Deshalb gehört eine finanzierte Kampagne der Aufklärung gestartet!! Die Sicherheitsmängel bei S 21 stellen – bei einem ungehörigen Geldeinsatz – einen gewaltigen Rückschritt dar und dieser Bahnhof gehört unbedingt verhindert!

Wenn Sie sich für die explizit dargestellten Mängel interessieren, so nehmen Sie doch bitte an der Sicherheitskonferenz /Diskussionsveranstaltung teil, die am Dienstag, den 27.09.11 ab 19.00 Uhr im Stuttgarter Rathaus (Großer Saal) stattfindet.
Initiiert von “Initiative Barriere-Frei”, den “ArchitektInnen für K21″ und den “Ingenieuren 22″ auf Einladung der Gemeinderatsfraktion Bündnis 90/Die Grünen – und ich würde mich freuen, Sie zu sehen!

Warum gelten eigentlich die zu S21 abgeschlossenen Verträge, wenn sie unter falschem Kenntnisstand abgeschlossen wurden? Wieso fechten Sie diese Verträge nicht an? Die Juristen zu S21 haben ja aktuell Strafanzeige gestellt, die Beweise von Report Mainz scheinen zu bestätigen, dass die Bahn insgeheim von höheren Kosten wusste.

340.000 S-Bahn-Pendler soll es geben, in der Region, und die S 6 z.B. kann nicht einmal in den geplanten Tiefbahnhof einfahren. Diese Kosten sind gar nicht berücksichtigt, genauso wenig die Kosten für das Flughafen-Gedöns, wo es noch nicht einmal Genehmigungen bzw. Planfeststellungen gibt. Es muss eine neue S-Bahn-Trasse zwischen Zuffenhausen und Feuerbach gebaut werden – diese Kosten sind auch nicht genannt. Dieser komische Stresstest mit SMA bestätigt dieses auch noch – und wurde trotzdem als bestanden angesehen.
WER bestimmt eigentlich die Kriterien der Prüfung? Es wurden Zughaltezeiten zu Grunde gelegt, die keine Menschen berücksichtigen, die schlecht zu Fuß oder gar auf Hilfsmittel angewiesen sind!

Wieso wird das GG Art. 3 Abs. 3 in Verbindung mit dem BGG Abs 1 § 1 und 4 nicht beachtet? ICH als behinderte Rollstuhlfahrerin möchte auch in Gefahrensituationen selbständig flüchten können, und ICH als Mutter möchte meine Tochter auch sicher und möglichst komfortabel im Zugverkehr reisend bzw. beim Umsteigen gesichert wissen.

Zu Ihrer Information und – bitte auch – besonderen Beachtung hänge ich dieser E-Mail noch “meine Fragen zur Behindertenpolitik” an Herrn Dr. Ilja Seifert (Die Linke) bei, die ich ihm in seiner Funktion als Beh.beauftragter der Linken ausgehändigt habe, als ich ihn traf. Ich stelle Ihnen die selben Fragen 1 – 7 mit der Bitte um Berücksichtigung in Ihrer Politik!

Desweiteren beantrage ich, dass auf alle Aufzüge – und zwar am besten in der ganzen Bundesrepublik! – Aufkleber geklebt werden, wo unter den Abbildungen von Rollstuhlfahrern und Kinderwagen- und Rollatorschiebern folgender Text steht: Bevorzugte Beförderung!
In der Schweiz steht auch auf den Aufzügen etwas geschrieben (habe nicht den genauen Wortlaut); mein Mann bekam direkt fast ein schlechtes Gewissen, mit dem Aufzug zu fahren – und so extrem muss es ja auch nicht gleich  sein. Aber scheinbar müssen die Menschen darauf hingewiesen werden,mobilitätseingeschränkten Personen den Vortritt zu lassen. Es wäre schön, wenn wenigstens von der Obrigkeit darauf hingewiesen würde. Traurig aber wahr.

In diesem Sinne,
alles Gute
und gutes Gelingen bei all Ihren Dingen
wünscht Ihnen
mit der Bitte um schnelle Aktivitäten
für zukünftige Wählerstimmen
herzlichst beschwerend
und auf Ihre Teilnahme
am 27.09. und 19.00 Uhr im Rathaus hoffend

Ihre
Melanie Fischer
(Mitglied in der Initiative Barriere-Frei)

Warmbronn, 23.09.2011

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K21 – der barrierefreie Kopfbahnhof für ALLE

Sicherheitskonferenz: Vorträge und Diskussions-Veranstaltung der “ArchitektInnen für K21″ zusammen mit der “Initiative Barriere-Frei”

auf Einladung der Gemeinderatsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

K21
der barrierefreie Kopfbahnhof für ALLE
“oben bleiben = EBEN BLEIBEN”

Datum/Zeit: Dienstag, den 27. September 2011, 19:00 Uhr
Ort: Rathaus Stuttgart, großer Sitzungssaal

Die Veranstaltung ist kostenlos (Spenden für Unkosten sind willkommen)

Beiträge:

Begrüßung durch die Gemeinderatsfraktion
Peter Pätzold, Dipl.-Ing., Architekt, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN

Einführung durch die ArchitektInnen für K21
Angelika Asseburg, Dipl.-Ing., Freie Architektin

Vorsicht Falle – Tiefbahnhofrisiken in Bild + Film
Klaus Gebhard, Medieningenieur, Gründer der Parkschützer

Was heißt für uns ‘barrierefrei’ bei S21 + K21
Gotthilf Lorch, Dipl.-Sozialarb. (FH), “Initiative Barriere-Frei”

Anforderungen an barrierefreie Gestaltung
Ilona Hocher-Brendel, Dipl.-Ing. (FH), Freie Architektin

Planungsmängel bei S21 / Barrierefreiheit bei K21
Hans Heydemann, Dipl.-Ing., Techn. Gebäudeausrüstung

“Ethisch optimaler” contra “wirtschaftlich optimaler” Umgang mit “nicht optimalen” Menschen
Martin Poguntke, Pfarrer, Dipl.-Päd.

Podiums-/Publikumsdiskussion
Moderation: Alexander Perlick, freier Moderator

-> Die Veranstaltung wird durch fluegel.tv und cams21.de live übertragen (nachträgliches anschauen/anhören wird jederzeit möglich sein).
-> Ein Gebärdensprachdolmetscher wird leider doch nicht kommen wie angekündigt :-(

Wir haben auch folgende Personen eingeladen die leider abgesagt haben:
-> Dr. Heiner Geißler (CDU, attac-Mitglied, Schlichter)
-> Behindertenbeauftrager Gerd Weimer (SPD, Paritätischer Wohlfahrtsverband)
-> Ein Vertreter der Deutschen Bahn

In dieser Sicherheitskonferenz geht es um die Themen “Barrieren” und “Sicherheit” in Bahnhöfen, speziell beim “Projekt Stuttgart 21″ im Vergleich zum jetztigen alten (K20) und dem evtl. modernisierten Kopfbahnhof (K21).

Der barrierefreie Zugang zu unseren Bahnhöfen ist ein wesentlicher Aspekt für Komfort und Modernität, und im Gegensatz zu dem geplanten Tiefbahnhof kann ein zukunftsweisendes Bahnprojekt Kopfbahnhof 21 dies ohne Probleme leisten. Wichtige Aspekte dazu, Anforderungen an S21 und dort bestehende Planungsmängel werden von kompetenten Rednern aufgezeigt, außerdem wird es eine Podiumsdiskussion geben mit Möglichkeit für Fragen aus dem Publikum.

Diese Themen betreffen nicht nur Menschen mit Behinderung(en), sondern ALLE Menschen. Denn mobilitätseingeschränkt sind nicht nur Behinderte, sondern auch gesunde Fussgänger können mobilitätseingeschränkt sein, z.B.: Kinderwagenschieber, Familien mit Kleinkindern, schwangere Frauen, Senioren, Rollatorbenutzer, Reisende mit viel/großem/sperrigen Gepäck, vorübergehend Kranke (z.B. Gipsbein).

Barrierefreiheit ist für 10 % der Bevölkerung unentbehrlich, 
für 40 % notwendig und für 100 % – also für alle von uns –  komfortabel und  
ein Qualitätsmerkmal. 

( vgl. Bundeswirtschaftsministerium, u. a.: Faktenblatt 4, 2010, Seite 2:
http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/wirtschaftsfaktor-alter-faktenblatt-4-
barrierefreiheit,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf
)
ArchitektInnen für K21
Kontakte:
Angelika Asseburg, Dipl.-Ing. Freie Architektin
Neefstraße 7, 70184 Stuttgart
www.architektinnen-fuer-k21.de
info(ät)architektinnen-fuer-k21.de
V.i.S.d.P. Kurt Kühfuß, Freier Architekt, Ostendstr.106, 70188 Stuttgart

Initiative Barriere-Frei
www.eben-bleiben.de
barriere-frei(ät)eben-bleiben.de

Wir wollen einen barrierefreien Bahnhof,
deshalb sind wir für die Modernisierung
des ebenerdigen Kopfbahnhofs.
Unsere Initiative, Behinderte, Nichtbehinderte, Radfahrer,
Kinderwagenschieber, Senioren, etc. treten u.a. zusammen
bei Demos auf und wollen unser gesetzlich zustehendes
Mitspracherecht gemeinsam wahrnehmen.

Hier 2 Flugblatt-Versionen zum herunterladen als PDF-Datei:

Flugblatt: Vorder- und Rückseite (auf das Bild klicken - PDF-Datei öffnet im Neuen Tab)

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Flugblatt: Vorder- und Rückseite (Neuer Tab geht auf):
Flugblatt 2011-09-27_Diskussions-Veranstaltung_ArchitektInnen-fuer-K21_Initiative-Barriere-Frei_1x_PDF-Datei

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Flugblatt zur vervielfältigung: 3x Vorder- und Rückseite (Neuer Tab geht auf):
Flugblatt_ 2011-09-27_Diskussions-Veranstaltung_ArchitektInnen-fuer-K21_Initiative-Barriere-Frei_3x_PDF-Datei
Artikel Eingestellt am: 22.09.2011, zuletzt aktualisiert: 26.09.2011, 09:51 Uhr
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Stuttgart: Bahn wusste von höheren S21-Kosten

Nach Recherchen des ARD-Politikmagazins “Report Mainz” wusste die Deutsche Bahn schon vor Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung im April 2009, dass wesentliche Posten des Bahnhofneubaus Stuttgart 21 deutlich teurer werden als veranschlagt. Dies belegen Unterlagen, die “Report” vorliegen.

Weiterlesen:
Stuttgart: Bahn wusste von höheren S21-Kosten (SWR, 21.09.2011)

REPORT MAINZ VIDEO: Finanzaffäre Stuttgart 21
Neue Belege zeigen, wie die Bahn bei den Kosten trickste
Sendung vom Dienstag, 20.9.2011 | 21.45 Uhr | Das Erste

REPORT MAINZ vorliegende interne Dokumente zeigen, dass die Bahn schon vor Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung im April 2009 genau wusste, dass wesentliche Posten des Bahnhofneubaus teurer werden. Diese Unterlagen sind so detailliert, dass die projektkritische Gruppe “Juristen zu Stuttgart 21″ Strafanzeige gegen Verantwortliche der Deutsche Bahn AG erstattet hat. [mehr zur Sendung]
 

Folgende Akteure und Politiker wurden für ein Interview zum Beitrag angefragt und haben abgesagt:
-> Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG
-> Günther Oettinger, CDU, ehemaliger Ministerpräsident Baden-Württemberg
-> Stefan Mappus, CDU, ehemaliger Ministerpräsident Baden-Württemberg
-> Nils Schmid, SPD, Minister für Finanzen und Wirtschaft sowie Stellvertretender Ministerpräsident von Baden-Württemberg
-> Claus Schmiedel, SPD, Fraktionschef Baden-Württemberg

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Finanzaffäre Stuttgart 21

Neue Belege zeigen, wie die Bahn bei den Kosten trickste

Die projektkritische Gruppe “Juristen zu Stuttgart 21″ hat eine Strafanzeige gegen Verantwortliche der Deutsche Bahn gestellt. Grundlage waren unter anderem Unterlagen, die das ARD Politikmagazin REPORT MAINZ recherchiert hatte. Es handelt sich dabei um vertrauliche, interne Dokumente, geschrieben von Fachplanern im Auftrag der Deutsche Bahn. Sie zeigen, dass die Bahn schon vor Abschluss der Finanzierungsvereinbarung im April 2009 genau wusste, dass wesentliche Posten des Bahnhofneubaus deutlich teurer werden.

Weiterlesen:
Finanzaffäre Stuttgart 21 (Report Mainz, 20.09.2011)

REPORT MAINZ VIDEO: Finanzaffäre Stuttgart 21
Neue Belege zeigen, wie die Bahn bei den Kosten trickste
Sendung vom Dienstag, 20.9.2011 | 21.45 Uhr | Das Erste

REPORT MAINZ vorliegende interne Dokumente zeigen, dass die Bahn schon vor Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung im April 2009 genau wusste, dass wesentliche Posten des Bahnhofneubaus teurer werden. Diese Unterlagen sind so detailliert, dass die projektkritische Gruppe “Juristen zu Stuttgart 21″ Strafanzeige gegen Verantwortliche der Deutsche Bahn AG erstattet hat. [mehr zur Sendung]

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Defekter ICE in Tunnel evakuiert

“Ein mit 600 Reisenden besetzter ICE der Deutschen Bahn ist zwischen Göttingen und Hildesheim in einem Tunnel liegengeblieben. Die Reisenden mussten über Brücken in andere Züge umsteigen. Der defekte ICE wurde abgeschleppt. Nach Angaben der Bahn war ein technischer Defekt die Ursache der Panne.”

Quelle:
www.dradio.de/nachrichten/201109191300/7

Link-Sammlungen von Pannen und Unglücke bei der Bahn:
Thema: Bahn, Sicherheit, Unglücke, S21, Infosammlung

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Vaihinger für den Kopfbahnhof: VK21 – Millionenspiel

Die “Vaihinger für den Kopfbahnhof” verteilen derzeit in Vaihingen Millionenspiel-Geldscheine, die verschiedene sinnvolle Projekte für den Stadtbezirk illustrieren. Auf einem Stimmzettel kann dann abgestimmt werden, wofür das Geld sinnvoll ausgegeben werden sollte, das sich die Stadt Stuttgart spart, wenn S21 verhindert wird. Das Millionenspiel ist auch online auf www.vk21.de
Vielleicht kann das Millionenspiel eine Anregung für eine Kampagne zur Volksabstimmung sein.

Stuttgart 21 beschädigt den Bahnverkehr und unsere Stadt. Wenn wir stattdessen unseren Kopfbahnhof modernisieren, haben wir einen viel leistungsfähigeren Bahnhof. Die Stadt Stuttgart spart so 1272 Millionen Euro ein. Im Stadtbezirk Vaihingen könnten dann anteilsmäßig 100 Millionen Euro in viele sinnvolle Projekte investiert werden.

Update am 15.09.2011:

Artikel in der Stutttgarter Wochenblatt vom 15.09.2011:
Wer will 100 Millionen Euro verteilen?

80 Millionen für eine Stadtbahn nach Büsnau? Oder doch lieber 13 Millionen für sechs neue Kitas in Vaihingen? Die Initiative Vaihinger für den Kopfbahnhof bittet die Bürger in ihrer Aktion “Millionenspiel” um eine besondere Abstimmung: Wenn Stuttgart 21 nicht gebaut und stattdessen der Kopfbahnhof modernisiert wird, spart die Stadt etwa 1,2 Milliarden ein. Umgerechnet auf Vaihingen sind das rund 100 Millionen Euro. Wofür könnte man dieses Geld investieren?
“Wir wollen mit dieser Aktion das Bewusstsein erwecken, dass mit Stuttgart 21 unnötig viel Geld vergraben wird”, sagt Christoph Houtman, Pressesprecher der Initiative Vaihinger für den Kopfbahnhof.
“All das Geld, was man durch das Gegenkonzept K21 einsparen würde, haben wir umgerechnet in Projekte für Vaihingen.”
Zur Auswahl stehen mehr als 40 Ideen, die sich mit den Themen Bus und Bahn, Radfahrer und Fußgänger, Verkehrsberuhigung, Kinder und Jugendliche oder Allgemeines für alle Bürger beschäftigen. Aus den Projekten darf man auf einem Stimmzettel oder auf der Internetseite nach Lust und Laune diese auswählen, die man unterstützen würde. Nur die Summe von 100 Millionen Euro darf nicht überschritten werden.
Für die Aktion haben die Mitglieder der Initiative viele Wochen recherchiert.
“Es war uns wichtig, dass die vorgeschlagenen Projekte realistisch, sinnvoll und vor allem richtig beziffert sind”, erläutert Houtman. (…)

VK21 – Millionenspiel

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Faktencheck des Schlichters deckt Falschaussagen von Bahn und Schuster auf

Wir erinnern uns: Am 29. Juli 2011 zog Heiner Geißler am Ende eines chaotischen Stresstest-Tages seinen Kombi-Bahnhof “Frieden in Stuttgart” aus dem Ärmel.

Alle wurden vom Kompromissvorschlag mit ober- und unterirdischem Hauptbahnhof angeblich überrascht. Bahn-Vorstand Volker Kefer heuchelte ein “Ich bin völlig verblüfft” in die Kameras. Wenige Tage später berichtete die “Süddeutsche”, dass Kefer schon zwei Tage vor der Stresstest-Präsentation von Geißler über die Kombi-“Baupläne” informiert worden war.

Es ist nicht die einzige Trickserei, mit der die Stuttgart-21-Befürworter den Tunnelbahnhof weiter durchsetzen wollen. Jetzt wurde bekannt, dass Bahn und Stuttgarts OB Schuster den Kombi-Vorschlag mit teils unwahren Behauptungen schlecht zu reden versuchen.

Heiner Geißler lässt das nicht auf sich sitzen – und hat das sma-Gutachterbüro mit einem Faktencheck zu den Aussagen von Bahn und Stadt beauftragt.

Der Check fällt aufschlussreich aus: 27 Aussagen von Kefer, Schuster & Co. stellen die Schweizer richtig.

Wir haben den sma-Faktencheck zum Prüfbericht von Bahn und Stadt Stuttgart zum Kombi-Bahnhof hier zum -> herunterladen [PDF-Datei, 5 Seiten, 486 KB)].

Quelle: www.21-online.de
Datum: 24.08.2011

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Offener Brief an die Landesregierung: Zukünftige Beauftragte für behinderte Menschen

Pressemitteilung der Initiative Barriere-Frei

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmann,
Sehr geehrte Frau Sozialministerin Altpeter,
Sehr geehrte Frau Abgeordnete Mielich,

aus Presseberichten geht hervor, dass unsere Sozialministerin Frau Katrin Altpeter (SPD) Herrn Gerd Weimer (SPD, Landesvorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes) für die Aufgabe des Beauftragten für behinderte Menschen vorgeschlagen hat (SüdwestPresse v. 19.07.11: SPD-Mann wird Beauftragter für Behinderte [Link siehe unten]; Pressemitteilung „Initiative Runder Tisch: Behindert in Ba-Wü & Zentrum selbstbestimmt Leben Stuttgart“ v. 19.07.11, Britta Schade [Link siehe unten]).

Das empört uns sehr, denn die grün-rote Landesregierung hat wiederholt von „mehr Bürgerbeteiligung“ gesprochen – was sich insbesondere Behinderte auch wirklich dringend wünschen! Die Belange behinderter Menschen werden leider nur oberflächlich berücksichtigt – obwohl gerade bei dieser Thematik mehr Bürgerbeteiligung positiv für alle Seiten wäre!

Wir sind der festen Überzeugung, dass der Beauftragte für behinderte Menschen nicht von „oben“ bestimmt werden darf! Diese Art der Politik hatten wir die letzten 57 Jahre mit der CDU – das reicht uns!

Diese unsere neue Regierung in Ba-Wü sollte nicht den eingefahrenen Fahrspuren der Vorgängerregierung folgen (!) und besonders in Sachen Behindertenpolitik das betroffene Volk in die „laufenden“ Prozesse mit einbeziehen. Wer durch die Welt geht (bzw. fährt) als Behinderter, hat einen besseren Blick für die verschiedenen Probleme (wie z.B. Inklusion) und mitunter auch optimalere Lösungsvorschläge. Diese Tatsache zu ignorieren heißt in gewisser Weise (wieder mal) UNS zu ignorieren.

Es ist höchste Zeit, dass auch in der Behindertenpolitik ein Wechsel stattfindet und wir Betroffenen unseren Behindertenbeauftragten selbst bestimmen!  Der Beauftragte für behinderte Menschen muß von „unten“ gewählt werden bzw. direkt „aus der Mitte“ – der Behinderten und chronisch Kranken selbst!

Wir wünschen uns, dass sich mehrere Behinderte/chronisch Kranke zur Wahl stellen bzw. für eine solche vorgeschlagen werden können, die dann durch UNS gewählt werden. Denn wer außer uns Betroffenen könnte besser wissen, wer unsere Interessen in unserem Land vertreten soll?!

Bitte lösen Sie Ihr Wahlversprechen „Mehr Bürgerbeteiligung“ auch insbesondere für uns Behinderte ein!

Der unten stehenden Pressemitteilung bzw. Offener Brief von der „Initiative Runder Tisch: Behindert in Ba-Wü & Zentrum selbstbestimmt Leben Stuttgart“ (vom 8. und 19.Junli 2011) stimmen wir voll und ganz zu.

Mit freundlichen Grüßen
und in Hoffnung auf Taten

Initiative Barriere-Frei
www.eben-bleiben.de
eMail: barriere-frei[at]eben-bleiben.de
Attila Medgyesi
Conny Single
Karl-Heinz Scherwinski
Hilde Präyer
Melanie Fischer
Sven “Gonzo” Fichtner, Linksjugend [‘solid] Stuttgart Sprecherratsmitglied
…und viele andere Mitstreiter

Stuttgart, den 05.08.2011

Links zum Diskussionsblog „Runder Tisch: Behindert in BaWü“:
Protest-Reaktion auf neuen Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, Gerd Weimer:
Offener Brief an die Landesregierung zum von der SPD vorgeschlagenen Mann für die Aufgabe des Beauftragten für behinderte Menschen (19.07.2011)

Offener Brief an die Landesregierung von BaWü – bzw. das Sozialministerium (08.07.2011)

Presseartikel der Südwest Presse (vom 19.07.2011):
SPD-Mann wird Beauftragter für Behinderte

Diese Pressemitteilung wurde an folgende Adressaten gesendet:
Ministerpräsident von Baden-Württemberg
Winfried Kretschmann, MdL
www.winfried-kretschmann.dewww.bawue.gruene-fraktion.de – winfried_kretschmann.html
eMail: winfried.kretschmann(at)gruene.landtag-bw.de
Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg
Sozialministerin Katrin Altpeter, MdL
www.katrinaltpeter.de
eMail: Katrin.Altpeter(at)SPD.landtag-bw.de
Bärbl Mielich, MdL
Abgeordnete des Landtages von Baden-Württemberg Bündnis 90 / Die Grünen (Gesundheitspolitische Sprecherin: Gesundheit, Pflege, Alter, Behinderte, Psychiatrie)
www.baerbl-mielich.de + www.bawue.gruene-fraktion.de – baerbl_mielich.html
eMail: baerbl.mielich(at)gruene.landtag-bw.de
Zur Kenntnisnahme / Information an:
Landesarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik der Grünen in Ba-Wü
www.gruene-bw.de – LAG – Behindertenpolitik
eMail: stefan.krusche(at)online.de
eMail: maxbleif(at)t-online.de
eMail: j.schrumpf(at)t-online.de
eMail: rogerhahn(at)arcor.de
LAG “Selbst-bestimmte Behindertenpolitik” der Partei DIE LINKE
www.die-linke-bw.de – LAG – Selbst-bestimmte Behindertepolitik
eMail: slorent(at)gmx.de
eMail: Gotthilf.Lorch(at)amici-tue.de
Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen Baden-Württemberg e. V.
www.lag-selbsthilfe-bw.de
eMail: info(at)lag-selbsthilfe-bw.de
Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e. V. Baden-Württemberg
www.lsk-bw.de
eMail: info(at)lsk-bw.de
Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg e.V.
www.lv-koerperbehinderte-bw.de
eMail: info(at)lv-koerperbehinderte-bw.de
Sozialverband VdK – Landesverband Baden-Württemberg
http://vdk.de/bw1
eMails: baden-wuerttemberg(at)vdk.de + b.buehler(at)vdk.de +  s.pfeil(at)vdk.de
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg e. V.
www.paritaet-bw.de
eMail: info(at)paritaet-bw.de
Pressemitteilung der Initiative Barriere-Frei | Offener Brief an die Landesregierung: Zukünftige Beauftragte für behinderte Menschen (05.08.2011) [PDF-Datei, 2 Seiten, 25 KB]Dieses als PDF-Datei herunterladen  (auf das Bild klicken: Neuer Tab geht auf oder rechter Mausklick auf ‘herunterladen’):
Pressemitteilung der Initiative Barriere-Frei | Offener Brief an die Landesregierung: Zukünftige Beauftragte für behinderte Menschen (05.08.2011)
[PDF-Datei, 2 Seiten, 25 KB]
Veröffentlicht unter Bärbl Mielich (Grüne), Beauftragter für Behinderte, Behinderte, Behindertenbeauftragter, Bündnis 90/Die Grünen, Gerd Weimer (SPD), Initiative Barriere-Frei, Katrin Altpeter (SPD), Offener Brief, Pressemitteilung, SPD, Winfried Kretschmann (Grüne) | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Kommentare deaktiviert

Der Versprecher des Tages

Foto: Petra Weiberg

Zitat aus dem Buch:
Heiner Geißler „Das nicht gehaltene Versprechen. Politik im Namen Gottes“ :

“Ich werde heute noch zornig, wenn ich daran denke, daß ausgerechnet die von der CDU/CSU geführte Bundesregierung bis zum Schluß große Schwierigkeiten machte, den Behindertenschutz in das Grundgesetz aufzunehmen. Der Widerstand kam vor allem von den Wirtschaftsliberalen, die zusätzliche soziale Leistungen befürchteten.

Das jetzt im Grundgesetz, Artikel 3, Absatz 3, formulierte Gebot »Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden« ist indirekt auf einer Tagung des Verbands der Kriegsopfer und Hinterbliebenen (VdK) durchgesetzt worden.”

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Presseerklärung: Stuttgart 21 gescheitert – Kopfbahnhof bleibt

Zeit für Konsequenzen, Herr Ramsauer!

Stuttgart, 28. Juli 2011: Mit einer ganztägigen Protestveranstaltung auf dem Marktplatz und in der Stadt wird der Widerstand gegen den Tunnelbahnhof Stuttgart 21 am Freitag auf die Absurdität der von Heiner Geißler inszenierten Stresstest-Präsentation hinweisen – laut und kreativ wie immer. Die Kabarettistin Christine Prayon, der Regisseur Volker Lösch und der Schauspieler Walter Sittler moderieren.

Der von der Bahn zugrunde gelegte Fahrplan erfüllt nicht eine der gesetzten Landesforderungen (sma-Audit PF10, S. 9, Absatz 4.6). Dieser Fahrplan wäre auch politisch nicht durchsetzbar, da er neben dem 3-Löwen-Takt in Baden-Württemberg auch den integralen Taktfahrplan ‘Bayern-Takt’ kaputt machen würde, den Bayern mit viel Engagement und großem Erfolg eingeführt hat. Die Bahn hat es nach 15 Jahren Planung und 8 Monaten ‘Gnadenfrist’ nicht geschafft, einen diskutablen Fahrplan und eine brauchbare Planung vorzulegen. Spätestens jetzt ist das Tunnelprojekt Stuttgart 21 endgültig gescheitert. Es ist an der Zeit, dass Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer die Konsequenzen zieht und für eine schnelle und realistische Sanierung des Bahnknotens Stuttgart sorgt, statt zuzusehen, wie die Bahn für immer mehr Geld vom Wolkenkuckucksheim redet und bestehende Infrastruktur derweil verwahrlosen lässt. Stuttgart braucht ein zeitgemäßes Stellwerk, kein Milliardengrab.

„Wie schon Ende November wird Geißler wieder alle möglichen Nachbesserungen – ‘unabdingbare Verbesserungen’ – von der Bahn fordern“, prophezeit Klaus Gebhard, Gründer der Parkschützer. „Nachdem S21 PLUS sang- und klanglos in der Versenkung verschwunden ist, gibt es diesmal vielleicht S21 PLUS-PLUS. Heiner Geißler wird von guter Betriebsqualität sprechen, betonen, dass damit selbstverständlich verspätungsabbauend gemeint sei. Wie schon im November wird er erklären, wie wichtig die Sicherheit und barrierefreie Fluchtwege seien und die Bahn wird sich erneut einen Dreck darum scheren. Nach einer gewissen Karenzzeit wird Volker Kefer erklären, dass das alles nicht umsetzbar sei. Der eigentlich zuständige Bundesverkehrsminister wird all die vielen gut begründeten Argumente gegen den Tunnelbahnhof und für den Kopfbahnhof auch weiterhin konsequent ignorieren und so tun, als hätte er mit Schienenverkehr nichts zu tun, ebenso wie die für die Bahn verantwortliche Bundeskanzlerin. Damit aber Deutschlandtakt und Barrierefreiheit nicht leere Versprechen eines längst vergessenen Koalitionsvertrages bleiben, stehen wir auch weiterhin auf der Straße. Der Widerstand wird weitergehen, bis die Bundesregierung dieses gescheiterte Projekt Stuttgart 21 endlich aufgibt.“

Am 30. November 2010 beendete Heiner Geißler den sogenannten Faktencheck mit einer Reihe von Verbesserungsforderungen, u.a. sagte er: „Für die Fortführung des Baues von S 21 halte ich aus den genannten Gründen folgende Verbesserungen für unabdingbar: […] Im Bahnhof selber wird die Verkehrssicherheit entscheidend verbessert. […] die Fluchtwege sind barrierefrei zu machen.“ Am 25. Januar 2011 erklärte DB-Technikvorstand Volker Kefer schriftlich, dass es keine barrierefreien Fluchtwege aus dem Tunnelbahnhof Stuttgart 21 heraus geben kann. In dem auf Kante geplanten Tunnelbahnhof wäre nirgends Platz – weder für Rampen, noch für breitere Durchgänge und Treppen.

(28. Juli 2011 von Matthias von Herrmann)
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Frühstück der Christinnen und Christen am GWM

Freitag, 29. Juli 2011 ab 5.30 Uhr: Frühstück am Grundwassermanagement

Theologen und Theologinnen frühstücken zusammen mit weiteren Christinnen und Christen am früheren Omnibusbahnhof vor der Baustellenzufahrt zum Grundwassermanagement.

Mit dieser Form bürgerlichen Protests wollen sie vor allem auf den Auftrag von Christen hinweisen, mitzuhelfen, die Schöpfung zu bewahren.

Sie rufen deshalb Christ(inn)en und Nichtchrist(inn)en auf, sich diesem Protest  anzuschließen.

Pfarrerinnen, Pfarrer und Christen gegen Stuttgart 21
Homepage: www.s21-christen-sagen-nein.de
Blog: www.s21-christen-sagen-nein.org
Stuttgart 21 – Christen sagen NEIN
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Anmerkungen zum Stresstest von Karl Dieter Bodack

Von Prof. Dipl.-Ing. Karl-Dieter Bodack, M.S.

Die S21-Pläne haben den Stresstest bestanden — aber nur, wenn
1. falsche Zugzahlen für den Kopfbahnhof zugrunde gelegt werden,
2. weitere 220 bis 350 Mio. Euro zur Verfügung gestellt werden,
3. die Flughafen-Bahnanlagen völlig neu geplant werden,
4. eine nur befriedigende Betriebsqualität erwartet wird.

1.

Der Kopfbahnhof wird derzeit von 7 bis 8 Uhr von 38 Zügen befahren. 1968/69 leistete
der Kopfbahnhof (vor Inbetriebnahme des S-Bahn-Verkehrs) 49 bzw. 51 Züge in der
Spitzenstunde. Im Stresstest wurden mit 49 Zügen für S21 statt der geforderten 130%
nur die tatsächlich über Jahre erbrachte Leistung des Kopfbahnhofs nachgewiesen.
Die Leistungsfähigkeit des Kopfbahnhofs liegt nach Ermittlungen mehrerer Experten bei
56 bis 74 Zügen je Stunde; legt man 65 Züge zugrunde, so leistet S21 gemäß Stresstest
statt der geforderten 130% nur 75% der möglichen Züge des vorhandenen Kopfbahnhofs.

2.

Die dem Stresstest zugrunde gelegten Bahnanlagen entsprechen in wesentlichen
Punkten nicht den bisherigen Planungen und Kalkulationen: Die Flughafen-Bahnanlagen
(PFA 1.3) werden gänzlich neu geplant, umfassen einen Terminalbahnhof, dessen Gleise
(gemäß sma-Audit) „freizügig“ nutzbar sind, d.h. mit separaten Bahnsteiggleisen für die SBahnen und für alle Fern- und Regionalzüge (dies auch deshalb, da der bislang geplante
Rückbau der S-Bahn-Gleise nicht genehmigt wird). Der geplante Fernbahnhof erhält ein
weiteres Gleis aus Richtung Stuttgart und muss an die Gäubahn angeschlossen werden.
Dies wird Mehrkosten von in der Größenordnung 70 Mio. Euro verursachen, die vielfach
geforderte 8 km lange Neubaustrecke Rohr-Flughafen würde weitere 130 Mio. Euro
kosten (alle Werte geschätzt aufgrund von Erfahrungswerten).
Alle Trassen und Bahnsteiggleise von S21 erhalten bisher nicht geplante klassische Signal und Zugsicherungsanlagen, die auch die Nutzung der 8 Bahnsteiggleise im Tiefbahnhof
durch je 2 Züge ermöglichen müssen, dies wird in etwa weitere 100 Mio. Euro kosten.
Der Anschluss der Neubaustrecke aus Tübingen muss ein zusätzliches Gleis erhalten,
damit die geforderten drei Züge/Stunde möglich werden: Mehrkosten ca. 50 Mio. Euro.
Diese Neukonzeption, und Planergänzungen werden die Projektkosten um in der
Größenordnung 220 bis 350 Millionen Euro erhöhen. Die vereinbarten Maximalkosten
von 4,5, Milliarden Euro werden überschritten, da der Risikofonds von 0,4 Milliarden Euro
wegen nicht realisierbarer Einsparungen und festgestellter Risiken bereits verausgabt ist.

3.

Die Neukonzeption der Flughafen-Bahnanlagen, deren frühere Planungen über neun
Jahre vom Eisenbahn-Bundesamt abgelehnt worden waren, erfordert mehrere Jahre
Planungs- und Genehmigungszeit. Ein aktueller Baubeginn angrenzender Bahnanlagen,
vor allem für den Fildertunnel, der den Tiefbahnhof mit diesen Anlagen verbinden soll,
erscheint unnötig und unverantwortlich!

4.

Im Audit der sma wird gemäß dem Regelwerk der DB AG nur eine „betriebswirtschaftlich
optimale Betriebsqualität“ festgestellt, da aufkommende Verspätungen nicht abgebaut
werden, sondern sich im Verlauf der Zugfahrten leicht erhöhen. Dabei wurden Betriebsstörungen z.B. durch Zugversagen, Weichenausfall, Signalstörungen nicht berücksichtigt.
Für neu geplante Bahnanlagen, die in der Größenordnung 6 bis 7 Milliarden Euro kosten werden, erscheint eine solche, eingeschränkte Betriebsqualität ungenügend. Wird „gute Betriebsqualität“ (Schlichterspruch) gem. Regelwerk der DB AG als „Premium“ verstanden, hat S21 den Stresstest – auch gemäß dem Audit der sma — nicht bestanden!

Karl-Dieter Bodack, 24. 7. 2011

Einen weiteren Text können Sie hier lesen bzw. als PDF laden:
Bodack: S21 scheitert in 6 Problemfeldern

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Aktuelle Arbeiten am Südflügel

Diverse Arbeiten an der Rückseite des Südflügels: In der Nacht von Montag auf Dienstag (25.7./26.7.) wurde das Dach von Gleis 16 (direkt am Südflügel angrenzend) an mehreren Stellen aufgetrennt und ausgeklinkt. Ein Containerschuppen neben dem oberen Gebäudeteil des Südflügels wurde in der selben Nacht entfernt. Filmaufnahmen von den Arbeiten gibt es hier.

Demontage der Straßenbeleuchtung am Südflügel: Heute (Mi 27.7.) wurde in der Straße Am Schlossgarten die Straßenbeleuchtung auf Höhe des Südflügels abmontiert und durch Strahler ersetzt, die vom GWM Richtung Südflügel zeigen. Laut Auskunft der Arbeiter handelte es sich um normale Revisionsarbeiten. Wir bemühen uns momentan, eine offizielle Stellungnahme zu erhalten.

(27. Juli 2011 von julia)
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“Stuttgart 21 gescheitert – Kopfbahnhof bleibt” Public Viewing und Demo

Am Freitag wird der sogenannte Stresstest im Stuttgarter Rathaus öffentlich diskutiert. Das Fernsehen überträgt live, wir präsentieren Public Viewing auf dem Marktplatz zusammen mit dem Aktionsbündnis gegen S21, mit Volker Lösch, Christine Prayon, Walter Sittler und vielen anderen. Und wir werden viele sein, um der deutschen Medienöffentlichkeit zu zeigen: Der Protest gegen den Tunnelbahnhof ist ungebrochen und der Protest geht weiter, bis Ramsauer dieses unterirdische Projekt aufgibt.

Ort: Marktplatz Stuttgart, direkt vor dem Rathaus
Zeit: Freitag, 29. Juli ab 9.45 Uhr
Motto: Stuttgart 21 gescheitert – Kopfbahnhof bleibt

Wir werden Biertischgarnituren aufstellen, es wird K21-Getränke geben.

Im Anschluss gibt es einen Demozug durch die Stadt, vom Marktplatz über den Rotebühlplatz zum Hauptbahnhof. Vor dem Bonatz-Bau beenden wir den Demozug mit einem Schwabenstreich. Da wir noch nicht wissen, wann die Veranstaltung im Rathaus zu Ende ist, können wir leider auch noch keine Startzeit für die Demo angeben, angesetzt ist 17 Uhr. Kommen Sie einfach auf den Marktplatz, so bald Sie können.

(27. Juli 2011 von Matthias von Herrmann)
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Landtag von Baden-Württemberg – Antrag und Stellungnahme: Bau- und Vergabestopp – mehr Transparenz bei Stuttgart 21

Den Antrag des Abgeordneten Daniel Renkonen auf Transparenz zu Schadenersatzforderungen, Merhkosten wegen zusätzlicher Risiken, Auswirkungen der Grundwasserentnahme für Heil- und Mineralquellen etc. sowie die Stellungnahme von Winfried Hermann können Sie hier nachlesen.

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Medienberichte 27.07.2011

Stuttgarter Zeitung: Gegner lassen die Geschichte sprechen
Cop2Cop: Seidenspinner (GdP): Aufruf zur Blockade ist unverantwortlich
Stuttgarter Zeitung: Geißler fordert den Premiumbahnhof
taz: Geißler stellt Stresstest infrage
Stuttgarter Zeitung: Polizei (Züfle) warnt vor Facebook-Aufruf
DB: “Parkschützer” disqualifizieren sich mit unseriöser Panikmache
Spiegel: Geißler verlangt deutliche Nachbesserungen von der Bahn
SWR. S21- Gegner bemängeln mangelhafte Fluchtwege
WELT: Stuttgart-21-Gegner warnen Bahn vor Brandkatastrophe
Nürnberger Nachrichten: Dritte Münchner Startbahn: Widerstand formiert sich
Dnews: Regierung BaWü: Polizei personell und technisch stärken
HNA:Bahn macht nicht mobil: Rollstuhlfahrerin bekam keine Einstiegshilfe
Stuttgarter Nachrichten: S-21-Gegner legen Baustelle lahm

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Umfrage beim Südkurier: Plakate gegen S21 einrollen?

Es wimmelt nur so an Umfragen rund um den Test ohne Stress, diesmal fragt der Südkurier: Sollen die Demonstranten die Plakate gegen S21 einrollen?

Na, da haben wir doch eine klare Antwort, oder?

Und wer Lust hat, beantwortet der Frankfurter Rundschau noch die Frage nach den besseren Argumenten und beim Focus, ob Sie für oder gegen den Bau von Stuttgart 21 sind.

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Geißler meldet sich krank: Wahrnehmungsstörungen

Das müssen Sie gelesen haben! Heiner Geißler hat ein absolut reines Gewissen gegenüber den Parkschützern. Ohne ihn wären wir noch die Schmuddelkinder des 30. September. So steht’s jedenfalls in Spiegel online.

Herr Geißler: Aber sonst geht’s Ihnen gut, oder müssen wir uns Sorgen um Sie machen???

(27. Juli 2011 von Walli)
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Schüler- und Jugendblockade am GWM! – Eine Initiative der Jugendoffensive

Blockade am 2. August, ab 600 Uhr morgens an der Einfahrt zum sogenannten Grundwassermanagement, gegenüber dem Südflügel des Hauptbahnhofs.
Aktionen des Zivilen Ungehorsam sind ein wichtiger Bestandteil des Widerstands gegen Stuttgart 21.

Seit Monaten blockieren Aktivisten immer wieder den Zugang zum sogenannten Grundwassermanagement. Am Freitag den 15. Juli erreichte die Beteiligung an den Blockaden mit über 400 Blockierern ihren aktuellen Höhepunkt. Die Jugendoffensive hat sich auch an Blockaden beteiligt und steht dieser Aktionsform solidarisch gegenüber: Zu Beginn der Sommerferien organisiert sie deshalb eine Jugendblockade.

Weder ein Volksentscheid in Baden-Württemberg, noch ein verfälschter Stresstest werden das Projekt beenden. Bereits die sogenannte Schlichtung im vergangenen Jahr hat gezeigt, dass durch das Eingehen auf Argumentationen und Methoden von Regierung und Bahn der Protest geschwächt werden soll. Die anhaltende Verschleierung der wahren Kosten des Projekts zeigt weiterhin, wie wichtig es, ist dauerhaft zu protestieren und aktiv Widerstand zu leisten.

Die Jugendoffensive gegen S21 fordert:
– Sofortigen Baustopp von S21
– Offenlegung aller bahninternen Fakten
– Geld für Schulen und Bildung statt für Prestigeprojekte
– Solidarität in der Bewegung mit ALLEN Aktionsformen
– Einstellung sämtlicher Verfahren gegen S21-Gegner
– Demokratisierung der Bahn

Vor der Blockade: gemeinsame Übernachtung am Bauzaun am  Montag, 1. August, ab 2000 Uhr. Für heiße Getränke (Kaffee und Tee) ist gesorgt; bitte Schlafsack und Isomatte selber mitbringen.

Jugendoffensive gegen Stuttgart 21
http://jugendoffensive.blogsport.de
Jugendlichen, Schüler, Studente und Auszubildende gegen S21

(Anmerkung der BAA-Redaktion: Wir empfehlen allen aus ganz Baden-Württemberg mit dem Schüler Ferien Ticket der Bahn anzureisen!)

(27. Juli 2011 von Walli)
Veröffentlicht unter Jugendoffensive gegen S21, Sitzblockade, Stuttgart 21, Termin | Verschlagwortet mit , , , | Kommentare deaktiviert

Budget von 1,3 Millionen Euro für Öffentlichkeitsarbeit S21 streichen [update]

Das Budget von 650.000 Euro für die Öffentlichkeitsarbeit für Stuttgart 21 (jeweils für 2011 und für 2012) sollte gestrichen werden! Dieses Geld, insgesamt 1,3 Millonen Euro, sollte anderweitig für die Stadt eingesetzt werden.

Über diesen Vorschlag können Sie hier abstimmen:

Update:
Weitere Vorschläge zum Abstimmen (bitte vorher anmelden, geht ganz fix!) und Kommentieren finden Sie hier:
Beteiligung der Stadt an “Stuttgart 21″ beenden
S21 sparen
Auf Stuttgart 21 verzichten
S21 stoppen und aussteigen
Wiederaufbau des Nordflügels am Hauptbahnhof Stuttgart und Etablierung eines S21/K21-Museums
Den Kopfbahnhof erhalten und modernisieren
Die LHS soll bei dem Projekt S21 die versteckten Kosten von der DB einfordern.
Oben bleiben! 

(27. Juli 2011 von Walli)
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Turmforum im Bahnhof

Jährlich kann man 300.000 Euro einsparen, wenn die Stadt diesen jährlichen Zuschuss an die Bahn einstellt. Die Informationen die dort vermittelt werden, entsprechen oft nicht den Tatsachen, bei bezahlten Führungen sind Fragen unerwünscht und werden mit dem Satz: “Details gehören nicht hierher, darüber können Sie sich im Internet informieren.”
Die Schautafeln liefern Informationen, die nachweislich falsch sind: z.B. die Behauptung, der neue Bahnhof kann auf jegliche künstliche Belüftung verzichten. In der Planfeststellung wird von einem großen Gebäude in der Willy-Brandt-Straße gesprochen, in dem zehn große Ventilatoren den Bahnhof belüften.
Ein weiteres Beispiel ist die Fahrzeitverkürzung durch Stuttgart 21 z.B. nach Paris um 30 Minuten. Wie soll ein Zug auf der 5 Kilometer langen Strecke bis Feuerbach (dort endet bekanntlich das Projekt Stuttgart 21) eine halbe Stunde Fahrzeit gewinnen? Hier wird unterschlagen, dass diese Fahrzeitverkürzung durch weitere Streckenabschnitte, die in Frankreich im Bau sind, erreicht wird und zwar lange bevor der neue Bahnhof fertig sein würde.
Hier gibt die Stadt Stuttgart hohe Steuermittel zur Falschinformation der Bürger aus.

Über diesen Vorschlag können Sie hier abstimmen: www.buergerhaushalt-stuttgart.de/vorschlag/1235

(27. Juli 2011 von Walli)
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S 21 – Kündigungsgesetz

Entwurf (Stand 25. 7. 2011) Gesetz über die Ausübung von Kündigungsrechten bei den vertraglichen Vereinbarungen für das Bahnprojekt Stuttgart 21 (S 21 – Kündigungsgesetz) Vorblatt A. Zielsetzung Die Mitfinanzierung des Bahnprojekts Stuttgart 21 durch das Land Baden-Württemberg soll beendet werden. B. Wesentlicher … Weiterlesen

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Offener Brief an Dr. Heiner Geißler

Fluchtwege und Brandschutz

Stuttgart, den 27. Juli 2011

Sehr geehrter Herr Dr. Geißler,
Sie sagten in Ihrem Spruch vom 30. November 2010, dass Sie den Bau von Stuttgart 21 nur befürworten können, wenn u.a. die Durchgänge verbreitert und die Fluchtwege barrierefrei gemacht werden. Sie forderten, dass die bisher vorgesehenen Maßnahmen im Bahnhof und in den Tunnels zum Brandschutz und zur Entrauchung verbessert werden, und dass die Vorschläge der Feuerwehr berücksichtigt werden.

Gestern brannte im Berliner Ost-Bahnhof eine E-Lok lichterloh (siehe Foto). Ebenfalls gestern ist im Tübinger Bahnhof ein Triebwagenzug ausgebrannt. Auch der letzte Brand in einem ICE3 liegt nur wenige Wochen zurück. Die Beispiele zeigen, wie schnell Sicherheitsvorkehrungen und adäquate Fluchtwege lebenswichtig werden können. Mit Blick auf den geplanten Tunnelbahnhof S21 zeigen sie, wie weise es war, der Bahn die Verbesserung von Brandschutz und Fluchtwegen als Hausaufgabe mitzugeben. Gerade zu Stoßzeiten können zu enge Treppen schnell Panik auslösen. Bei den von Ihnen genannten Punkten handelt es sich in der Tat um unabdingbare Verbesserungen.

Dem entgegen hat DB-Technikvorstand Volker Kefer am 25. Januar 2011 schriftlich erklärt, dass es keine barrierefreien Fluchtwege aus dem Tunnelbahnhof Stuttgart 21 heraus geben kann. In dem auf Kante geplanten Tunnelbahnhof wäre nirgends Platz, weder für Rampen noch für breitere Durchgänge und Treppen. Die Planungen im Bereich Brandschutz und Entrauchung sind bis heute vollkommen unklar bzw. ungenügend, obwohl die Bahn seit Ende des Faktenchecks erneut über ein halbes Jahr Zeit für Nachbesserungen hatte.

Es ist erschreckend, dass Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer ein solches im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährliches Verkehrsprojekt duldet. Vor diesem Hintergrund möchte ich Sie eindringlich bitten, am Freitag noch einmal unmissverständlich klarzustellen: Angesichts der bestehenden Sicherheitsmängel ist der Bau dieses Tunnelbahnhofs nicht zu verantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Gebhard
Gründer der Parkschützer

Berichte über die Zugbrände

Lokbrand im Berliner Ost-Bahnhof
Berliner Zeitung
Tagesspiegel

Zugbrand im Tübinger Bahnhof
Stuttgarter Nachrichten
Schwäbisches Tagblatt

ICE3-Brand zw. Würzburg und Frankfurt
Bayerischer Rundfunk


(c) spreepictures


(c) SWR

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